Solidarität für Streunerhunde in Rumänien: Tiere nicht töten, sondern adoptieren!

VIER PFOTEN Unterstützungsaktion für rumänische Streunerhunde am Wiener Stephansplatz

Wien (OTS) - Mit einer Unterstützungsaktion für die Streunerhunde in Rumänien am Wiener Stephansplatz machte VIER PFOTEN heute Vormittag auf eine neue Kampagne aufmerksam, welche die rumänische Bevölkerung zur Adoption von Hunden aufruft. Dabei erhielten die VIER PFOTEN MitarbeiterInnen auch vierbeinige Unterstützung: Der mit Luftballons geschmückte ehemalige Streunerhund "Obama" zog die Aufmerksamkeit amüsierter Passanten auf sich. Hundebesitzer unter ihnen bekamen neben Informationsmaterial zur Lage in Rumänien für ihre Tiere ebenfalls Luftballons, die auch gleich an das Hundegeschirr befestigt wurden. VIER PFOTEN Kampagnenmitarbeiterin Indra Kley: "Wir wollten unsere Solidarität bekunden und ein Zeichen dafür setzen, dass Massentötung weder eine humane noch eine effiziente Methode ist, um das Problem der Streuner zu lösen".

Am Mittwoch genehmigte der Rumänische Verfassungsgerichtshof das Gesetz zur Tötung der Hunde und ignorierte damit nicht nur den Willen eines Großteils der europäischen Bevölkerung, sondern setzte sich über internationale Verträge und einen Appell der EU-Institutionen hinweg. Das neue Gesetz, das bereits von Präsident Basescu unterzeichnet wurde, erlaubt es, Hunde zu töten, wenn für sie innerhalb von 14 Tagen kein Besitzer gefunden werden kann.

VIER PFOTEN, die in Rumänien seit 2001 bereits mehr als 100.000 Streunerhunde kastriert und behandelt hat, gibt sich jedoch nicht geschlagen. Gabriel Paun, Kampagnendirektor von VIER PFOTEN: "Wir haben mit der landesweiten Kampagne für die Adoption von Streunerhunden auch schon erste Erfolge erzielt. Immer mehr Rumänen erklären sich bereit, einen Hund von der Straße aufzunehmen; es ist die einzige Möglichkeit, das Leben der Tiere zu retten. VIER PFOTEN bietet ihnen eine kostenlose medizinische Untersuchung für das neue vierbeinige Familienmitglied (Kastration, Entwurmung, Registrierung, Identifizierung über Mikrochips und Transport zum neuen Besitzer)".

Um die Wahrnehmung der Adoptionskampagne zu steigern, startete die Organisation Aktionen nicht nur in Wien, sondern auch in Hamburg und in Amsterdam: Auch dort informierte VIER PFOTEN die Bevölkerung darüber, dass im Fall der Streunerhunde keine Lösung von heute auf morgen möglich und dass Adoption ein wichtiger und sehr dringender Teil einer nachhaltigen Lösung des Streuner-Problems ist - neben flächendeckender Kastration, Mikrochip-Identifizierung und Registrierung sowie effektiver strafrechtlicher Verfolgung für das Aussetzen von Hunden.

Mehr als 80.000 Menschen weltweit haben bereits einen Appell an die rumänischen Bürgermeister geschickt, die Hunden am Leben zu lassen (www.vier-pfoten.org/nokilling). Gabriel Paun: "Wir fordern Tierärzte und Bürgermeister explizit auf, sich mit uns zusammenzuschließen. Es liegt in der Kompetenz der Bürgermeister, sich gegen die Tötungen zu entscheiden und stattdessen in örtliche Tierheime zu investieren sowie unsere Adoptionskampagne zu unterstützen."

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Elisabeth Penz
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