"Orientierung" über das Kreuz mit dem Zölibat

Außerdem am 29. September: Indien und die Gewalt gegen Frauen

Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 29. September 2013, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Das Kreuz mit dem Zölibat: Verheiratete Priester im Dienst des Vatikans

Wieder einmal wird in diesen Wochen über den Zölibat, die verpflichtende Ehelosigkeit von römisch-katholischen Priestern, nachgedacht: Zuerst war es der designierte Vatikan-Staatssekretär Pietro Parolin, der darin erinnerte, dass es sich beim Zölibat um kein Dogma handle, sondern lediglich um eine "kirchliche Tradition", über die man diskutieren könne. Dann machte der Dompfarrer von Eisenstadt Schlagzeilen, als er von einem "inneren und äußeren Konflikt mit dem Zölibatsversprechen" sprach und sein Amt zurücklegte. Anlass für die "Orientierung", mit einem katholischen Expriester und seiner Frau über den Zölibat zu sprechen - und mit einem griechisch-katholischen Priester, verheiratet und dreifacher Vater, der im Auftrag der Erzdiözese Wien eine Pfarre leitet. Ein Bericht von Marcus Marschalek.

Kein Respekt vor dem Weiblichen? Indien und die Gewalt gegen Frauen

Die grausame Gruppenvergewaltigung mit Todesfolge in Delhi im vergangenen Dezember war nur die Spitze eines Eisbergs: Gewalt gegen Frauen ist in Indien ständige Realität. Das erschütternde Verbrechen in der Hauptstadt hat die Zivilgesellschaft aufgerüttelt: Tausende gingen damals auf die Straßen - mit dem Erfolg, dass Gewalt und Vergewaltigung in Politik und Gesellschaft zum Thema geworden sind. Viele Aktivistinnen und Aktivisten suchen nun gemeinsam nach Wegen einer Verbesserung der Situation - und nach ihren Ursachen. Eine dieser möglichen Ursachen: Weiblicher Nachwuchs gilt in Indien vielfach als "zweite Wahl", durch "geschlechtsspezifische Abtreibung" - rund 7.000 weibliche Föten werden täglich abgetrieben - herrscht im Land mittlerweile massiver Frauenmangel. Ein Bericht von Christian Rathner.

Nach 44 Jahren Wartezeit: Erste Moschee mit Minarett in Slowenien

Im Jahr 1969 stellten Muslime in Slowenien den ersten Antrag auf den Bau einer Moschee. Bosniaken und Albaner waren in den vorangegangenen Jahren als Arbeitskräfte in die jugoslawische Teilrepublik gekommen. Mit den vorhandenen Gebetsräumen fand man nur notdürftig ein Auskommen. Doch die kommunistische Staatsführung sagte Nein. Aber selbst nach der Unabhängigkeit Sloweniens im Jahr 1991 sollten 22 Jahre vergehen, ehe nun der Grundstein für eine Moschee und ein islamisches Kulturzentrum in der Hauptstadt Ljubljana (Laibach) gelegt werden konnte. Pikanterie dabei: Die nahende Realisierung des Projekts ist dem Bürgermeister von Ljubljana, Zoran Jankovic - einem deklarierten Atheisten - zu verdanken. Ein Bericht von Christian Wehrschütz.

Vorbild Urchristen? 150 Jahre Neuapostolische Kirche

Seit 150 Jahren gibt es die Neuapostolische Kirche. Und so feiern -mit Festgottesdiensten, Konzerten und Sozialaktionen - auch die rund 5.000 neuapostolischen Christinnen und Christen in Österreich dieses Jubiläum. Männer aus der anglikanischen Kirche, der katholischen Kirche und aus protestantischen Kirchen fühlten sich im 19. Jahrhundert als "Apostel in der Nachfolge Jesu" berufen. So entstand im Jahr 1863, in Abspaltung von der katholisch-apostolischen Kirche, die Neuapostolische Kirche. Schon sehr bald entwickelte sich eine rege Missionstätigkeit. Die neue Kirche fand Anhänger auf allen Kontinenten. Rund zehn Millionen Gläubige zählt die Neuapostolische Kirche heute weltweit. Die "Orientierung" hat neuapostolische Gemeinden in Tirol und im Burgenland besucht, hat mit dem Apostel Rudolf Kainz über das Angebot der Taufe an Verstorbene gesprochen, war bei einer Jugend-Sozialaktion für Afrika dabei - und hat dabei Einblick in den Glaubensalltag von neuapostolischen Christen in Österreich gewonnen. Ein Bericht von Marcus Marschalek.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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