ANSCHOBER: Neuer Klimabericht - Klimakrise bedroht den Planten durch immer mehr Wetterextreme

Handelt die Politik weiterhin nicht, begeht sie ein Verbrechen an der nächsten Generation

Linz (OTS) - Gut und schlecht zugleich. So beurteilt der oö. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober die Ergebnisse des heute veröffentlichten ersten Teilberichtes des IPCC-Reports, der die Gesundenuntersuchung des Weltklimas darstellt. Für gut und wichtig befindet Anschober, dass sich die Meinungen auch unter den Wissenschafter/innen dieser Welt immer mehr verdichten, dass der Mensch den Klimawandel so dermaßen anheizt. So beträgt mittlerweile das wissenschaftliche Attest 95% (im Jahr 2007 waren es noch 90%), dass mehr als die Hälfte der Erwärmung zwischen 1951 und 2010 auf den Menschen zurückgeht. Als Hauptproblem hierbei wird ganz eindeutig die Freisetzung von Kohlendioxid durch die Verbrennung fossiler Energieträger identifiziert.
"Schluss mit Ausreden und halben Initiativen - entweder wir strengen uns alle an oder wir lassen die Welt den Bach runter gehen", so Landesrat Anschober, "Jetzt muss doch jede/r verstehen, dass es um unser aller Zukunft, um das nackte Überleben von Millionen und Abermillionen Menschen geht. Um Klimaflüchtlingsströme von ungeahntem Ausmaß. Um eine Veränderung der Lebensräume. Um eine überproportionale Betroffenheit des Alpenlandes - so auch unseres eigenen Lebensumfeldes. Um eine starken Anstieg an Extremhitzetagen und eine Zunahme der Extremwetterereignisse. Um Probleme bei der Nahrungsmittelproduktion und -versorgung. Es geht um Zukunftsfähigkeit und um die kommenden Generationen."
Aus diesen Grund fordert Anschober, dass die Politik auf allen Ebenen nun einen Schulterschluss eingeht, klare Beschlüsse fasst und entsprechende Maßnahmen setzt:
-Abstellen des unseligen Emissionshandels in der Form der Zertifikate, der keinerlei Steuerung ermöglicht.
-Einführung einer CO2-Abgabe unter gesamthafter Einbindung des Verkehrs (Flug-, Auto-, Bahn- und Schiffsverkehr), damit ein echtes Steuerungsinstrument für klimaschonendes Wirtschaften entsteht. -Stopp aller Förderungen für fossile Energieträger.
-Ernsthafte und konsequente Umsetzung der Energiewende als Schlüssel für erfolgreichen Klimaschutz.
-Verbot von Öl- und Kohleheizungen.
-Offensive für die Elektromobilität und den öffentlichen Verkehr (Stichwort: intermodaler Verkehr).
-Ambitionierte Energieeffizienzgesetze auf allen Ebenen -Rahmengesetz des Bundes und Ausführungsgesetze der Länder. -Offensive der öffentlichen Hand im Bereich Energieeffizienz - von öffentlichen Gebäuden bis zur Beleuchtung des öffentlichen Raumes. -Überarbeitung des bestehenden Klimaschutzgesetzes bishin zur konkreten Maßnahmenebene mit Handlungszwang.
"Wir können etwas tun oder einfach zusehen, wie das Klima sich wandelt und das 2-Grad-Ziel deutlich überschritten wird - und das ist der Punkt, an dem der Klimawandel nicht mehr beherrschbar sein wird. Die Prognosen des IPCC gehen bis zu einer mittleren Erwärmung von 3,7 Grad bis zum Jahr 2100", so LR Anschober, der darauf verweist, dass dies schon ein Zeitraum ist, den schon unsere Kinder noch erleben werden.

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