FP-Gudenus zu "Langer Tag der Flucht": Brauchen endlich menschenwürdige Asylwerber-Zentren an EU-Außengrenzen!

Wer schnell hilft, hilft doppelt - Aufnahme von Flüchtlingen nahe ihrer Heimatstaaten ist das Gebot der Stunde

Wien (OTS/fpd) - "45 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. In Syrien zeichnet sich eine der größten humanitären Katastrophen der letzten Jahrzehnte ab. Etwa ein Drittel der Bevölkerung - rund sechs Millionen der insgesamt 20 Millionen SyrerInnen - befindet sich auf der Flucht", erklärt heute Volkshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer in einer Aussendung. Diesen Menschen müsse geholfen werden. Mit dieser Forderung läuft er bei Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretendem Bundesparteiobmann Mag. Johann Gudenus offene Türen ein: "Da nützen aber auch noch so lieb gemeinte Veranstaltungen in Österreich wenig. Es braucht endlich menschenwürdige Asylwerber-Zentren an den EU-Außengrenzen, die für verfolgte Menschen rasch und unkompliziert erreichbar sind. Denn: Wer schnell hilft, hilft doppelt!"

Gerade der Massenansturm afrikanischer Flüchtlinge auf die südlichen, ohnehin von der Schuldenkrise schwer getroffenen EU-Mitgliedsstaaten erfordere die Solidarität der EU-Partner. Gudenus: "Es gilt, dem völlig ungeordneten Zustrom Herr zu werden. Diese Menschen benötigen dringend Schutz, bis sich die Zustände in ihren Heimatstaaten normalisiert haben, sie zurückkehren und sich am Wiederaufbau beteiligen können. Diesen Schutz kann man mit von der gesamten EU-Gemeinschaft finanzierten, menschenwürdigen Asylwerber-Zentren an den Außengrenzen am effektivsten bieten. Da sind jene Staaten besonders gefordert, die gerade in Syrien mit ihrem Kriegsgeheul für diese extreme Flüchtlingswelle mitverantwortlich sind." Die Notwendigkeit solcher Zentren habe bereits der ehemalige SPD-Innenminister Otto Schilly erkannt.

"Selbst wenn man diese Zentren mit modernen Sanitäreinrichtungen und guter medizinischer Versorgung sowie mit Bildungseinrichtungen und Sportmöglichkeiten ausstattet, käme das billiger als die individuelle Unterbringung in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten", so Gudenus, "das bedeutet, dass wir mit derselben Summe Geldes einer größeren Anzahl von Menschen helfen könnten. Das muss doch unser gemeinsames Ziel sein." Es sei den Bürgern in den einzelnen EU-Staaten auch nicht zuzumuten, Flüchtlinge, die zeitlich begrenzt Unterstützung benötigen, im Sozialsystem mitzuschleppen.

Zudem würden auch die krisengeschüttelten EU-Mitglieder im Süden profitieren: "Die EU und idealer Weise auch die UNO sollten die Kosten für eine massive Personalaufstockung sowohl bei der Flüchtlingsbetreuung als auch beim Grenzschutz bezahlen und so dringend benötigte Arbeitsplätze schaffen." (Schluss)

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