FPÖ-Deimek: EU will Goldreserven beschlagnahmen

Wo bleibt der Protest von Faymann und Nowotny?

Wien (OTS) - Sollen staatliche Goldreserven in Zukunft beschlagnahmt werden können? Diese Frage stellt sich nach den jüngsten Aussagen von Gertrude Tumpel-Gugerel. FPÖ-Nationalratsabgeordneter Gerhard Deimek fordert Regierung und Nationalbank zu klaren Stellungnahmen auf. "Unser Gold darf nicht im Hochofen der Eurorettung eingeschmolzen werden", fordert Deimek.

Die frühere österreichische EZB-Direktorin Gertrude Tumpel-Gugerel leitet eine Expertengruppe, die die Konsequenzen eines Schuldentilgungsfonds evaluieren soll. Staatsschulden, die die Maastricht-Grenze überschreiten, könnten demnach in einen gemeinsamen Fonds eingebracht werden.Auch Zugriffsmöglichkeiten auf die Goldreserven der nationalen Notenbanken werden angedacht. "Allein diese Idee halte ich für skandalös. Die Menschen Europas sollen offenbar schrittweise zugunsten der Finanzmärkte entrechtet und enteignet werden. Wir werden unser Gold schützen - es ist dieglänzende Leistungsbilanz unserer Arbeiter und Unternehmer", erteilt der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek derartigen Bestrebungen eine klare Absage.

Klare Worte fordert Deimek auch von Regierung und Nationalbank. "Wo bleiben die Proteste von Bundeskanzler Werner Faymann und Gouverneur Ewald Nowotny, wenn die Weichen weiter in Richtung Enteignung gestellt werden?", kritisiert Deimek diese Untätigkeit. Österreichs Gold dürfe auf keinen Fall im "Brüsseler Eurotiegel eingeschmolzen" werden. "Doch offenbar hat die Bundesregierung kein Problem damit, Goldbarren gegen die Anleihen von Pleitestaaten zu tauschen. Warum sonst wurden die freiheitlichen Anträge zum Schutz unseres Goldes nicht umgesetzt?", hofft Deimek auf eine Abwahl der amtierenden Bundesregierung und ihrer Protagonisten.

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