Industrie: Gesetzliche Mindestlöhne schaden der Wirtschaft und gefährden Arbeitsplätze

IV-GS Neumayer: Unternehmen nicht durch staatliche Eingriffe noch weiter belasten - Abgabenkeil reduzieren - Staat kassiert 60 Prozent der Löhne

Wien (OTS/PdI) - "Ein durchgängiger gesetzlicher Mindestlohn schadet der Wirtschaft und gefährdet heimische Arbeitsplätze. Populistische Rufe in Wahlkampfzeiten wie dieser sind nicht dazu angetan, den Standort Österreich zu stärken, sondern belasten die Unternehmen weiter. Und die Betriebe können nicht ständig noch weitere staatlich oktroyierte Lasten schultern", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, angesichts der aktuellen Debatte heute, Mittwoch. "Ziel kann es doch angesichts der Zahl an Arbeitslosen und der sensiblen konjunkturellen Situation nur sein, gemeinsam Maßnahmen zu setzen, die Arbeitslosigkeit verhindern und nicht fördern", so Neumayer. "Unternehmer werden vom Staat permanent neuen Belastungen ausgesetzt, sei es durch neue Steuern, ausufernde Bürokratie und überzogene Vorschriften -Unternehmen sind mittlerweile schon mehr als ein duzend Beauftragte vorgeschrieben -, oder eben jetzt einen höheren Mindestlohn. Das Ergebnis wird entweder eine verstärkte Abwanderung von Unternehmen in Länder mit geringeren Gehältern und niedrigeren Steuern sein oder jedenfalls ein weiteres Absinken der dringend benötigten Investitionsfreude am Standort Österreich", so Neumayer.

"Will man, dass den Arbeitnehmerinnen und den Arbeitnehmern am Ende des Monats mehr übrig bleibt, muss der Faktor Arbeit entlastet werden", betonte Neumayer. "Das Ziel muss es sein, den 'Abgabenkeil' in Österreich spürbar zu reduzieren und nicht weiter nach oben zu treiben. Die Arbeitszusatzkosten, die Unternehmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Fiskus und Sozialversicherung zahlen müssen, liegen deutlich über dem EU-Schnitt. Denn von einem durchschnittlichen Gehalt kassiert der Staat 60 Prozent und nur 40 Prozent bleiben tatsächlich über. Es braucht grundsätzlich eine Senkung der Arbeitszusatzkosten anstelle von zusätzlichen Leistungsausweitungen", so Neumayer. Die österreichische Abgabenquote liege derzeit bei 42 Prozent und damit 3,1 Prozent-Punkte über dem Schnitt der EU-17, sowie 3,6 Prozent über dem Schnitt der EU-27. "Wir wollen, dass jeder Arbeitnehmerin und jedem Arbeitnehmer mehr Netto von dem, was der Arbeitgeber zahlt, in der Geldbörse übrig bleibt", betonte der IV-Generalsekretär.

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