Nationalrat - Cap: FPÖ will Schweizer Modell und Sozialabbau für Österreich

Wien (OTS/SK) - "Das Schweizer Modell haben Sie sich offensichtlich nicht genau angesehen. In der Schweiz ist die Armutsgefährdung weit höher als in Österreich, es gibt eine höhere Working Poor-Quote und die Basispension in der Schweiz beträgt die Hälfte der österreichischen Pension", kritisierte SPÖ-Klubobmann Josef Cap im Rahmen der von der FPÖ beantragten Sondersitzung die Dringlichen Anfrage der FPÖ, in der sie das Schweizer Modell propagiere. "Kaufen Sie sich Schweizer Schokolade und denken sie mal nach, ob sie das wollen? Wir wollen sicher keinen Sozialabbau", so Cap in Richtung Strache. ****

Zum Schweizer Sozialsystem stellte Cap weiters fest, dass die zweite Säule in den Schweizer Pensionskassen gerade während der Finanz- und Wirtschaftskrise "verzockt" wurde. Im Gegensatz zu Österreich haben Pensionisten in der Schweiz die Krise deutlich gespürt. Es gab in der Schweiz daher Pensionisten, die deutliche Pensionskürzungen hinnehmen mussten. Und in der Schweiz seien fast doppelt so viele ältere Menschen armutsgefährdet wie in Österreich.

Zu den Schweizer Krankenkassen betonte Cap, dass es höhere Beiträge als in Österreich gibt, für einen Erwachsenen sind das 205 Euro pro Monat, und auch hohe Selbstbehalte bis zu 570 Euro pro Jahr sowie keine Möglichkeit der Mitversicherung. In Österreich hingegen beträgt der Krankenversicherungsbeitrag bei 2.000 Euro Bruttoeinkommen 76,40 Euro pro Monat, und es gibt eine beitragsfreie Mitversicherung. Weiters gebe es niedrigere Familienleistungen und eine höhere Einkommensungleichheit in der Schweiz, erklärte Cap. (Schluss) ah/sl/mp

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