"matinee" am Wahlsonntag: Künstlerporträt Helmuth Gsöllpointner und "Musikalische Reisen" auf den Spuren von Holst und Williams

Außerdem: "Katholischer Gottesdienst" und aktuelle "Kulturtipps"

Wien (OTS) - Der Objektkünstler und Designer Helmuth Gsöllpointner ist einer der universellsten Stars der österreichischen Kunstszene. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Linz als eine moderne Kulturstadt wahrgenommen wird, und sich mit seiner "Variablen Plastik" einen Platz in der Kunstgeschichte gesichert. Anlässlich seines 80. Geburtstags zeigt die "matinee" am Sonntag, dem 29. September 2013, um 9.05 Uhr in ORF 2 das vom ORF-Landesstudio Oberösterreich produzierte Porträt "Brücke zur Industrie - Das Lebenswerk des Bildhauers Helmuth Gsöllpointner". Nach dem "Katholischen Gottesdienst" live aus der Benediktinerabtei Michaelbeuern im Salzburger Land (9.30 Uhr) führt eine Ausgabe der "Musikalischen Reisen" ab 10.15 Uhr auf die Spuren der britischen Komponisten Gustav Holst und Ralph V. Williams nach London und Cheltenham. Abschließend, um 10.40 Uhr, gibt eine aktuelle Ausgabe der "Kulturtipps" einen Ausblick auf die kulturellen Höhepunkte der kommenden Woche. Durch die "matinee" begleitet Moderator Peter Schneeberger.

"Brücke zur Industrie - Das Lebenswerk des Bildhauers Helmuth Gsöllpointner" (9.05 Uhr)

Die von Johannes Jetschgo gestaltete Dokumentation des Landesstudios Oberösterreich begleitet Helmuth Gsöllpointner zu den Schauplätzen seines Lebens und seiner Arbeit und zeigt einen Lehrer, der nicht nur eine Generation von Studenten geprägt, sondern der als Gestalter mit seinen Impulsen und seiner Kunst einer ganzen Stadt eigenes Profil verliehen hat.
Helmuth Gsöllpointner ist gebürtiger Mühlviertler und hat in seiner Jugend in Steyr die Tradition des Stahlschnitts kennengelernt. Nach Studien an der Wiener Akademie der bildenden Künste hat Gsöllpointner schon Mitte der 50er Jahre als Leiter einer neugegründeten Abteilung für Metallplastik in der voest eine Brücke zwischen industrieller und künstlerischer Gestaltung geschlagen.
Mit einer neuen Gusstechnik und mit der Arbeit an seinen veränderbaren "Teleskop-Plastiken" emanzipierte sich Gsöllpointner vom Kleinformat der Gravur ebenso wie von der klassischen Skulptur. Er wurde zum Wegbereiter für eine neue, interdisziplinäre Gestaltung, die die gesamte Arbeits- und Lebenswelt des Menschen ins Auge fasst und Funktion und Ästhetik im Design zusammenführt. Helmuth Gsöllpointner prägte als Lehrer und Rektor vor allem das Profil der heutigen Kunstuniversität. Er organisierte mit dem "Forum Metall" (1977) und dem "Forum Design" (1980) erstmals weltoffene Großveranstaltungen in Linz, die auch international beachtet wurden. Und er verkörpert seit Jahrzehnten die Verbindung von freier Kunst und angewandter Gestaltung, die sich strikt auf den Menschen und die Gesellschaft ausrichtet.

"Musikalische Reisen: London und Cheltenham - Auf den Spuren der Komponisten Gustav Holst und Ralph Vaughan Williams" (10.15 Uhr)

Lange Zeit waren britische Komponisten in Kontinentaleuropa unterschätzt. Erst mit der Schallplatte erreichten Tonsetzer wie Ralph Vaughan Williams und Gustav Holst den ihnen und ihren Werken zustehenden Bekanntheitsgrad.
Vor allem mit seiner Orchestersuite "Die Planeten" hat sich der 1874 im englischen Cheltenham geborene Musiker und Komponist Gustav Holst für immer einen Platz im internationalen Konzertrepertoire erobert. An Raffinement und magischem Klangeffekt sind die sieben Tondichtungen wohl kaum zu überbieten. Wie sein enger Freund Ralph Vaughan Williams liebte auch Holst das englische Landleben, seine Natur und vor allem die englische Volksmusik, aus der beide Komponisten wesentliche Inspiration für ihre eigenen musikalischen Werke bezogen.
Der britische Schauspieler Simon Callow entführt das Publikum wieder auf eine von Peter Beveridge gestaltete informative "Musikalische Reise" durch einen der bezauberndsten englischen Landstriche zwischen London und Cheltenham.

"Kulturtipps" (10.40 Uhr)

Die "Kulturtipps" berichten diesmal über Peter Quilters "Glorious!" im Volkstheater mit Maria Bill als "Florence Foster Jenkins, die schlechteste Sängerin der Welt" im New Yorker Gesellschafts- und Künstlerlebens der 1920er bis 1940er Jahre. Weiters gibt die Sendung einen Vorgeschmack auf "Cavalcade or Being a Holy Motor", das neue Stück von René Pollesch, das als Uraufführung am Wiener Akademietheater mit Birgit Minichmayr, Ignaz Kirchner und Martin Wuttke zu sehen ist. Außerdem besucht die Sendung den in Werfen in Salzburg ansässigen Künstler Michael Danner und seine aufsehenerregenden Skulpturen.

Die "matinee" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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