aws-Zukunftsstrategie auf Schiene

Wachstum und Innovation konsequent fördern

Wien (OTS) - Der Aufsichtsrat der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) hat heute eine Umsetzung der neuen aws-Förderungsstrategie durch die Bundesregierung für den Zeitraum 2014 bis 2016 empfohlen. Mit ihrem Programm "Wachstum und Innovation konsequent fördern" will die aws Unternehmen weiterhin mit jährlich einer Milliarde Euro unterstützen. Der strategische Fokus liegt hierbei klar bei den Kernkompetenzen "Gründungen" sowie "Wachstum und Industrie".

"Dieses Programm bildet einen optimalen Rahmen, um den gesetzlichen Auftrag der aws - 'Wachstum und Beschäftigung' -bestmöglich umzusetzen. Ich bin davon überzeugt, dass die aws-Eigentümer mit der neuen Strategie einen beachtlichen Beitrag zur Erfüllung dieser wirtschaftspolitischen Ziele sicherstellen können", bestätigt Thomas Uher, Vorsitzender des aws-Aufsichtsrats, das heute von der aws-Geschäftsführung, Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister, vorgelegte und vom Aufsichtsrat gut geheißene Mehrjahresprogramm.

Wachstum und Innovation konsequent fördern

Unter dem Titel "Wachstum und Innovation konsequent fördern" präsentiert die aws ihr Programm zur strategischen Positionierung für den Zeitraum 2014 bis 2016. Ein 17-köpfiges Beratungsgremium -bestehend aus Unternehmern sowie Vertretern des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, der Industriellenvereinigung, Eigentümer und Aufsichtsrat der aws - hat dieses Programm zur Unterstützung der österreichischen Wirtschaft im letzten halben Jahr erarbeitet. Gemäß ihrer Kernkompetenzen widmet sich die aws hierbei klar den wirtschaftspolitischen Handlungsfeldern "Gründungen" sowie "Wachstum und Industrie". Das Programm sieht vor, Unternehmen weiterhin mit jährlich einer Milliarde Euro mittels Krediten, Garantien, Eigenkapital und Zuschüssen zu unterstützen.

So bewegt sich der inhaltliche Fokus rund um das Thema "Gründungen" dabei vom Heben des österreichischen Unternehmergeistes bis hin zur signifikanten Steigerung der Gründungsraten, vor allem im Innovationsbereich. Zudem sollen auch neue Phänomene wie Crowd Funding oder Social Business unterstützt werden. Dabei geht es nicht ausschließlich um Gewinnmaximierung, sondern auch um die Lösung von gesellschaftlichen Herausforderungen. Beim Schwerpunkt "Wachstum und Industrie" stehen vor allem die Internationalisierung österreichischer KMU sowie die nachhaltige Stärkung der österreichischen Industrie im Mittelpunkt.

Georg Kapsch: Internationalisierung der österreichischen Wirtschaft als zentrales Anliegen

In der Strategieentwicklungsphase war vor allem für Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung und CEO der Kapsch AG, die weitere Internationalisierung der österreichischen Wirtschaft ein zentrales Anliegen. "Die aws hat mit ihrem umfangreichen Know-how im Bereich der Unternehmensfinanzierung ein Alleinstellungsmerkmal in der österreichischen Förderlandschaft. Dem europäischen Vorhaben der Stärkung der Industrie folgend, haben wir Maßnahmen erarbeitet, die unter dem Motto 'Zukunft Industrie' den Standort Österreich weiter fördern. Dazu zählen unter anderem attraktive Garantieinstrumente und Bündelanleihen, welche vor allem mittlere Unternehmen bei der Finanzierung unterstützen. Weitere wichtige Maßnahmen sind die Unterstützung der Industrie bei der Etablierung von modernsten Produktionsvorhaben unter dem Stichwort Industrie 4.0 sowie der Ausbau der aws-Unterstützung bei Internationalisierungsvorhaben im Rahmen der Projektgarantien."

Hannes Androsch: aws als One-Stop-Shop für Start-ups in Österreich

Hannes Androsch, Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, sieht in der neu ausgearbeiteten Strategie eine klare Positionierung der aws in der österreichischen Innovationslandschaft:

"Die aws wird dadurch zum One-Stop-Shop für Start-ups in Österreich. Unternehmensgründer erhalten Finanzierung von der Vorgründungsphase, über die Gründungsphase und den Markteintritt bis zu den ersten Wachstumsschritten. Zusätzlich werden Beratungsleistungen wie etwa Patentberatungen oder Hilfestellungen bei der Marktanalyse angeboten. Ich erwarte mir, dass die aws dadurch wesentlich zur Erreichung des Ziels beiträgt, bis 2020 die Unternehmensgründungsrate für innovierende Unternehmen jährlich um 3% zu heben. Um die erfolgreiche Marktüberleitung von Technologieentwicklungen über Start-ups sicherzustellen, benötigt man viel Erfahrung und die richtigen Instrumente. Die aws hat beides. Jetzt ist es wichtig, dass die aws-Garantieinstrumente attraktiver gestaltet und die Kosten für Unternehmen signifikant gesenkt werden, damit sie auch unter schwierigen Finanzierungsbedingungen ungehindert wachsen können."

Pioniere der Start-up Szene zeigen sich begeistert

Die strategische Ausrichtung des aws-Mehrjahresprogramms trifft auch bei den mitwirkenden Unternehmen aus der Gründerszene auf großen Anklang. Andreas Tschas, Veranstalter des Pioneers Festival, zeigt sich begeistert über den Prozess zur Strategieentwicklung einerseits und zur Positionierung der aws als Start-up-Center andererseits: "Es war für mich neu, dass der öffentliche Sektor eingebrachte Ideen sofort aufnimmt und sogar weiterentwickelt. Beispiele sind Crowdfunding, Social Business oder eine Förderung des Unternehmergeistes - auch durch Veranstaltungs-, Beratungs- bzw. Ausbildungsaktivitäten. Die aws soll mit ihren Initiativen zum starken öffentlichen Player werden, der junge Unternehmen unbürokratisch unterstützt."

Schließlich meint Walter Schmidt, CEO von AFFiRiS, einem 2003 gegründeten Biotech-Start-up, das bislang 41,5 Millionen Euro Venture Finanzierung aufgestellt hat und heute bereits 100 Mitarbeiter beschäftigt, wie wichtig die aws ist. "Zu einem Zeitpunkt, an dem noch niemand an uns glaubte, war die aws bereit, uns ein Stück des Weges zu begleiten und Risiko zu übernehmen. Hätten wir diese Unterstützung nicht gehabt, gäbe es uns heute nicht. Für die Zukunft erwarte ich mir, dass es für jeden jungen Unternehmer eine Förderstelle als Ansprechpartner gibt, die finanziert und berät".

Über Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws):

Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) ist die Förderbank des Bundes. Als Spezialbank im öffentlichen Eigentum ist sie auf Unternehmensfinanzierung mit Schwerpunkt "Gründungen" und "Wachstum und Industrie" ausgerichtet. Durch die Übernahme von Garantien, durch Eigenkapital durch die Vergabe von Zuschüssen, zinsgünstigen Krediten, sowie durch Coaching und Beratung werden Wachstum und Innovation konsequent gefördert.

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Austria Wirtschaftsservice
Mag. Matthias Bischof
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: 01 / 501 75 - 375 oder 0664 42 991 43
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