BAU!MASSIV!-Studie zeigt: Wunsch nach Eigenheim bei junger Bevölkerung im Trend

Umfrage der Nachhaltigkeitsplattform im FV Stein- und keramische Industrie unterstreicht Forderung nach richtigen Regelungsmaßnahmen der Politik

Wien (OTS/PWK666) - Für junge Erwachsene bis Midager gilt in Österreich: Die massive Bauweise ist die klare Nummer eins. Dies bestätigt eine Studie des Markt- und Trendforschungsbüro bmm im September 2013. Rund 82% der befragten Personen zwischen 25 und 45 Jahren zeigten sich überzeugt, am liebsten in einem Haus aus Ziegel oder Beton zu wohnen. Für die meisten Menschen in Österreich soll es am besten ein eigenes Einfamilienhaus sein - für rund zwei Drittel der Befragten ist dies ihr Herzenswunsch. Von einer Eigentumswohnung träumen hingegen nur 20%, von einer Miet- oder Mietkaufwohnung 11% und von einem Reihen- oder Mehrfamilienhaus 8%. Nur in der Steiermark ist die Sehnsucht nach dem Eigenheim etwas gebremst: Hier wohnt lediglich die Hälfte der Befragten am liebsten in einem eigenen Einfamilienhaus, für ein Fünftel hingegen ist eine Miet- oder Mietkaufwohnung der größte Wunsch.

Die ideale Wohnung - das ideale Haus: Der richtige Preis ist entscheidend
Bei den zentralen Kriterien zeigen sich je nach Wohnform deutliche Unterschiede, erläutert Mag. Claudia Brandstätter, Geschäftsführerin des Markt- und Trendforschungsbüro bmm. "Die ideale Wohnung hat einen passenden Preis, eine gute Verkehrsanbindung, ist in ihrer Größe den persönlichen Bedürfnissen angepasst und hat eine sinnvolle Raumaufteilung. Beim idealen Haus ist der Preis ebenso der zentrale Faktor - allerdings wird die Erschwinglichkeit hier noch deutlich wichtiger bewertet." Zweitwichtigstes Kriterium bei einem Haus ist die ruhige Lage, gefolgt von der Energieeffizienz. Gemäß der EU-Gebäuderichtlinie müssen bis 2020 alle Neubauten in der EU als Niedrigstenergiegebäude errichtet werden. Bis 2050 sind die Emissionen für Raumwärme und Kühlung um 90% zu reduzieren, so die politischen Ziele auf EU-Ebene.

Massive Baustoffe stehen für Widerstandsfähigkeit, Langlebigkeit und Sicherheit
Sei es Haus oder Wohnung - die Österreicherinnen und Österreicher haben klare Kriterien für eine gute Lage: Die passende Infrastruktur liegt hier mit 36% deutlich voran, eine grüne oder ruhige Umgebung folgen mit jeweils 29% sowie eine gute Verkehrsanbindung mit 23%. Ebenso eindeutig sind die Kriterien bei der Errichtung: Optimaler Wärme- und Kälteschutz sind für 85% der Befragten ein sehr wichtiger Faktor. Weitere zentrale Kriterien sind die Langlebigkeit der Baustoffe und die Wertbeständigkeit. "Massive Baustoffe erfüllen diese zentralen Wünsche. Junge Menschen ebenso wie Midager assoziierten bei der Umfrage den Massivbau ungestützt mit den Werten widerstandsfähig, langlebig, sicher und wertbeständig", unterstreicht DI Dr. Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbands der Stein-und keramischen Industrie.

Zukunftssicheres bauen = nachhaltiges Bauen
Zukunftssicheres bauen verbinden die Befragten spontan mit generationenlanger Haltbarkeit und Energieeffizienz. Nachhaltiges Bauen wird mit Energieeffizienz und Umweltbewusstsein verknüpft. Nachhaltig bauen heißt damit für die Österreicherinnen und Österreicher, zukunftssicher zu bauen. Für Nachhaltigkeit sind die Menschen in Österreich auch bereit, mehr zu bezahlen: Weit mehr als die Hälfte der Befragten (58%) wollen für zukunftssicheres und nachhaltiges Bauen bis rund 20% mehr ausgeben. Im Mittelwert werden höhere Ausgaben von einem Fünftel akzeptiert.
"Die Umfrageergebnisse verdeutlichen: Hochwertige Baustoffe sind essenziell für eine langfristig hohe Wohnqualität, unsere laufende Weiterentwicklung hat den richtigen Kurs. Spannend sind dabei Entwicklungen zur Energieeffizienz wie die Bauteilaktivierung, wodurch sich Heiz- und Kühlkosten reduzieren lassen. So auch Ziegel mit thermischen Effekten, die für eine kompakte und luftdichte Gebäudehülle und damit für Wärmeschutz durch die Außenwand sorgen. Die Umfrage ist damit für uns ein Auftrag, auf diesem Weg weiter zu gehen", betont Pfeiler.

Schere zwischen Vision und Realität bei den Kosten
Die Studie befragte Österreicherinnen und Österreicher darüber hinaus zu den Flächen und Kosten für ihre optimale Wohnwelt. Realität und Wunsch gehen hier oft nicht konform. Bei der gewünschten Netto-Wohnfläche (ohne Balkon) darf es im Mittelwert mit 167 m2 ruhig größer sein. Für die Betriebskosten (inkl. Heizung und Strom) will die Mehrheit der Befragten nicht mehr als 3,80 Euro je m2 aufwenden, die Bau- bzw. Kaufkosten je m2 sollen 1.660 Euro nicht übersteigen. Tatsächlich liegen die reinen Baukosten für Wohnungen derzeit im Österreich-Schnitt bei 1.890 Euro je m2 - laut einer BAU!MASSIV!-Studie vom Juni 2013.

BAU!MASSIV!-Appell an die Politik: Harmonisierte und technologieneutrale Regelungsrahmen
Im Hinblick auf zukunftssicheres und nachhaltiges Wohnen dokumentiert die Studie für BAU!MASSIV! klare Aufforderungen an die Politik, aktiv zu werden. Pfeiler betont dazu: "Die Wohnbauförderung ist das effektivste Lenkungsinstrument, um die Vorgaben bei der Energieeffizienz zu erfüllen und gleichzeitig zukunftssicheres Wohnen leistbar zu erhalten. Denn Einsparungen für Raumheizung und -kühlung reduzieren auch direkt die Betriebskosten. Daher ist es erforderlich, dass der Regelungsrahmen zur Energieeffizienz österreichweit harmonisiert wird. Der richtige Ansatz ist hier, technologieneutrale Standards zu definieren. Denn es führen unterschiedliche Wege zum Ziel der Energieeffizienz - so bleibt für den Einzelnen die Freiheit sich für eine Lösung unter mehreren zu entscheiden." (us)

Weitere Informationen unter:
www.baumassiv.at
www.nachhaltigkeit-massiv.at

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Mag. Roland Zipfel
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