Ö1-Programmänderung in "Logos" am 28.9.: Auszüge aus Papst Franziskus-Interview in deutschsprachiger Radiofassung

Wien (OTS) - Am Samstag, den 28. September bringt "Logos" die wichtigsten Auszüge des "La Civiltà Cattolica"-Interviews mit Papst Franziskus in einer deutschsprachigen Radiofassung, die vom Deutschlandfunk produziert worden ist: "Papst Franziskus: Vom Mut, in der Freiheit zu leben" - ab 19.05 Uhr in Ö1.

Es war ein Mammut-Interview, das Papst Franziskus, über mehrere Tage verteilt, mit dem Direktor der italienischen Zeitschrift "La Civiltà Cattolica", Antonio Spadaro SJ geführt hat. Das sechsstündige Interview wurde vor wenigen Tagen in Rom und zeitgleich in mehreren Sprachen in europäischen und außereuropäischen Jesuitenzeitschriften veröffentlicht. Vatikan-Experten reagieren darauf mit Begeisterung und selbst kirchenkritisch eingestellte Beobachter sind erstaunt. "Was die Kirche heute braucht, ist die Fähigkeit, die Wunden zu heilen und die Herzen der Menschen zu wärmen", sagt Papst Franziskus beispielsweise. Die Kirche habe damit eine Aufgabe "so wie ein Feldlazarett nach einer Schlacht, wo Wunden geheilt würden".

Der Papst spricht auch sogenannte "heiße Eisen" an. Es dürfe keine "spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben", so Franziskus. Die Religion habe zwar das Recht, "die eigene Überzeugung im Dienst am Menschen auszudrücken", Gott habe die Menschen in der Schöpfung jedoch "frei" gemacht. Zugleich bekräftigt der Papst seine Treue zur Morallehre der katholischen Kirche. Die Kirche müsse sich jedoch wieder auf das Wesentliche konzentrieren: die Glaubensverkündigung. Diese solle in ein "neues Gleichgewicht" mit den Äußerungen zu moralischen Fragen gebracht werden. Andernfalls falle auch "das moralische Gebäude der Kirche wie ein Kartenhaus zusammen". Auch dürften die römischen Kurienbehörden keine "Zensurstellen" sein. Die jeweiligen Bischofskonferenzen sollten "besser an Ort und Stelle" Konflikte selbst regeln. Die vatikanischen Stellen seien "Einrichtungen des Dienstes" und nicht "autonom". Sie müssten als Vermittler auftreten und den Ortskirchen oder den Bischofskonferenzen helfen. Ebenso lässt Franziskus mit seinen Aussagen zu den Themen Frauen in der katholischen Kirche, seine Haltung zu homosexuell orientierten Mitmenschen und über sich selbst ("ich bin ein Sünder") aufhorchen. Weiters erfährt man, dass er in der bildenden Kunst Caravaggio und Chagall besonders schätzt, bevorzugt Mozart, Bach, Beethoven, Puccini und Wagner hört, sowie ein großer Fan von Fellinis Filmen ist. "Logos" bringt die wichtigsten Auszüge des Interviews in einer deutschsprachigen Radiofassung, die vom Deutschlandfunk produziert worden ist.

Die ursprünglich für 28. September geplante Sendung "Was glauben Sie? - Der Vorarlberger Bischof Benno Elbs" wird am Samstag, den 19. Oktober ausgestrahlt. Nähere Informationen zum Programm von Ö1 sind abrufbar unter http://oe1.orf.at.

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