Querkopf mit hitzigem Gemüt und weitem Herz

Ari Rath liest aus seinem Buch "Ari heißt Löwe. Erinnerungen"

Wien (OTS) - Dienstagabend war der Publizist Ari Rath zu Gast im Haus der Europäischen Union. Zum Auftakt der Reihe "Identität und Werte" las der 88-Jährige aus seinem Buch "Ari heißt Löwe. Erinnerungen" und erzählte von seinen Wiener Jahren, die 1938 ein abruptes Ende fanden, als er im Alter von knapp 14 Jahren mit seinem nur wenige Jahre älteren Bruder von Triest nach Haifa floh. Im Kibbuz hat er Kühe gemolken und Jauchegruben ausgeleert; später war er Chefredakteur und Herausgeber der Jerusalem Post, begegnete Persönlichkeiten wie Bruno Kreisky, David Ben-Gurion und Willy Brandt.

Ari Rath sucht stets den Dialog und setzt sich für die friedliche Koexistenz aller Menschen, insbesondere von Israelis und Palästinensern, ein. Den Glauben an die Menschheit hat der Streiter für Demokratie und Menschlichkeit trotz aller Enttäuschungen nie verloren.

Der "Porzellangassen-Bub" präsentierte sich gewohnt bescheiden und kritisch, auch sich selbst gegenüber. Als Zeitzeuge von damals setzt er mit seinen Erinnerungen ein Zeichen gegen das Vergessen. Gerade im heutigen Europa ist dies wichtiger denn je. Menschen wie Ari Rath sollten uns ermutigen, auch in Europa für ein friedliches und faires Miteinander einzutreten. Die verschiedenen Generationen im Publikum werden diesen Abend jedenfalls mit Sicherheit nicht so schnell vergessen.

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