Neues Volksblatt: "Kein Ziel" von Markus Ebert

Ausgabe vom 24. September 2013

Linz (OTS) - Ob die deutsche Bundestagswahl nun gravierende Auswirkungen auf das Wahlverhalten der Österreicher bei der Nationalratswahl hat, sei dahingestellt. Schließlich bilden sich die hiesigen Wähler ihre Meinung anhand der Argumente hiesiger Parteien. Aber Grund zum Schämen ist es für konservativ denkende Menschen in Österreich auch nicht, wenn in Deutschland die Konservativen und Angela Merkel in diesem Ausmaß in ihrem Amt bestätigt werden. Daraus wiederum kann sehr wohl noch ein Sog in Richtung ÖVP entstehen, entfacht von jenen, die sich ihre Meinung bereits gebildet haben und die nun noch einmal alles tun, um Wankelmütige vom richtigen Angebot der Volkspartei zu überzeugen. Ihnen muss man sagen, dass Protest - sei es Nicht-Wählen oder ein Votum für eine Partei aus dem Protestsammlerspektrum - nicht die richtige Entscheidung sein kann. Bestes Beispiel ist die kuriose Alternative für Deutschland, die mit ihrem Nicht-Einzug in den Bundestag auf demokratiepolitisch vergeudeten Stimmen sitzt.
Wenn jemand in diesem Wahlkampf ein eindeutiges Bekenntnis zum Gestalten abgelegt hat, dann wohl die ÖVP. Die offensichtliche Angst der SPÖ vor Veränderung sollte nachdenklich stimmen, denn auch in der Politik gilt: Das Bessere ist der Feind des Guten, das Bewahren des (immer verbesserungswürdigen) Status Quo kann nicht das Ziel sein.

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