SJ-Hanke: Freiräume statt Konsumzwang!

Unter dem Motto "Freiräume statt Konsumzwang" nahmen 5000 Jugendliche an der Kundgebung der Sozialistischen Jugend Wien in Kooperation mit kein "Sonntag ohne Techno" teil

Wien (OTS) - "Es gibt kaum Orte in Wien, wo Jugendliche einfach hingehen können. In Cafés und Lokalen gibt es eine Konsumpflicht, auf Partys meistens noch dazu Eintritt zu zahlen, und wer zu viel Zeit draußen verbringt, über den beschweren sich schon bald die AnrainerInnen. Wien ist - was das angeht - nicht besonders Jugendfreundlich", erklärt Marina Hanke, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien anlässlich der Ganztagsveranstaltung "Kein Sonntag ohne Techno" am 22. September am Romaplatz.

Wien ist für Jugendliche vor allem eines - teuer. Um Zeit außerhalb des eigenen Zuhauses zu verbringen, vor allem wenn sie feiern wollen, müssen sie einiges an Geld hinlegen. Kaufzwang gibt es in fast allen Lokalitäten und je kälter es wird, desto schwieriger wird auch die Alternative, sich draußen, etwa im Park, zu treffen. Solange das noch möglich ist, wollte die SJ Wien mit einer Gratis-Veranstaltung dagegen wirken: Am 22.September veranstaltete sie eine Kundgebung in Kooperation mit "Kein Sonntag ohne Techno", an der 5000 Jugendliche teilnahmen.

"Jugendliche brauchen Freiräume, an denen sie nicht dazu verpflichtet sind, zu konsumieren. Orte, die frei für alle zugänglich sind, und die sie nach den eigenen Bedürfnissen selbst schaffen und gestalten können. Unter sich, ohne elterliche Aufsicht. Das ist in Wien kaum möglich", erklärt Marina Hanke. "Wenn wir die Räume, die wir brauchen, nicht bekommen, dann müssen wir sie uns eben selbst nehmen. "Kein Sonntag ohne Techno" hat gezeigt, dass Jugendliche dieses Angebot gerne annehmen. Aber es geht um viel mehr, als um eine Gratis-Veranstaltung: Wir brauchen echte Räumlichkeiten, die man auch im Winter nutzen kann, wo man nicht die ganze Zeit mit Zwängen und Verboten konfrontiert ist. Das ist derzeit nur in Jugendzentren möglich, aber vor allem Jugendliche über 15 Jahren brauchen andere Räume, die ihnen angepasst sind. Die Schaffung von solchen Orten wäre ein wichtige und notwendiger Schritt für eine fortschrittliche Jugendpolitik!"

Rückfragen & Kontakt:

Sozialistische Jugend Wien
Ruben Mörth
Landessekretär
Tel.: +43 699/ 171 38 713
office@sj-wien.at
www.sj-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0001