Der Maghreb, Region mit Potenzial in Afrika

23 österreichische Firmen ziehen mit der "WKO-Karawane" durch Nordafrika - Exporte in den Maghreb legen im zweistelligen Prozentbereich zu

Wien (OTS/PWK660) - Mit 80 Millionen Einwohnern, einer Kaufkraft
die deutlich über dem afrikanischen Durchschnitt liegt und einer soliden Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre kann sich der Maghreb sehen lassen. Dabei sind Algerien, Tunesien und Marokko keineswegs über einen Kamm zu scheren, wissen die österreichischen Wirtschaftsdelegierten der Region zu berichten. Algerien erweist sich als Fels in der Brandung des Arabischen Frühlings. Das Land verfügt dank seiner Erdölwirtschaft über Devisenreserven von fast USD 200 Mrd. und kann sich Qualität leisten. Im Hinblick auf die 2014 anstehenden Präsidentenwahlen und das Auslaufen des Fünfjahresplans wird massiv in die Infrastruktur investiert. "Algerien ist bereits der zweitwichtigste Markt in Afrika und bietet ein nach oben offenes Potenzial im Liefergeschäft", so Markus Haas, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Algier.

In Tunesien stehen die Zeichen nach der Revolution von 2011 noch auf Abwarten. Erst mit einer Verfassung und der Abhaltung von Wahlen wird das Land das nötige Vertrauen wiedergewinnen, das internationale Investoren suchen. Dennoch behauptet sich Tunesien mit günstigen Löhnen und gut ausgebildeten Arbeitskräften z.B. als Produktionsvorhof der europäischen Automobilindustrie. Marokko schlägt indes seinen eigenen Weg ein und trotzt den politischen Wirren in Nordafrika. "Der Arabische Frühling ist in Marokko mild verlaufen", sagt Christoph Plank, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Casablanca, und fügt hinzu: "Die angespannte Wirtschaftssituation wird sich 2013 etwas entschärfen." Mit einem BIP-Wachstum von rund 4%, einer soliden Inlandsnachfrage und hohen Ausgaben für Infrastrukturprojekte bleibt das Land für österreichische Lieferanten interessant - auch als Hub für Geschäfte im frankophonen Westafrika.

AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bietet im Rahmen einer Wirtschaftsmission vom 28. September bis 4. Oktober interessierten österreichischen Unternehmen Einblicke in diese drei unterschiedlichen Märkte. Insgesamt nehmen 23 heimische Firmen an der Mission teil. Am Programm stehen B2B Termine, aber auch Behördenbesuche und Betriebsbesichtigungen. "Viele Unternehmen schätzen die kompakte Veranstaltung, die es ihnen erlaubt, alle drei Länder in einer Woche abzuarbeiten" so Haas und Plank unisono.

2012 machen die österreichischen Exporte in den Maghreb EUR 394 Mio. aus, ein Plus von 18,6% und auch 2013 wachsen Österreichs Exporte im zweistelligen Bereich. Im ersten Halbjahr 2013 lieferte Österreich Waren im Wert von EUR 235 Mio., ein Anstieg von 13,8%. Besonders gefragt sind österreichische Industriezulieferungen wie Maschinen und Anlagen, Lieferungen für den Bau- und Infrastruktursektor, Papier und Chemikalien, Holz und Lebendtiere. (BS)

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