Weidenholzer: Daten von Kindern müssen besser geschützt werden

SPÖ-Europaabgeordneter: "Datenschutzrechte sind Kinderrechte, Informationspflicht in Bildungseinrichtungen verbessern"

Wien (OTS/SK) - Die Verbreitung von Cloud-Technologien in Schul- und Kinderzimmern wirft wichtige Fragen für Politik und Gesellschaft auf. Eine heute veröffentlichte Umfrage unter Datenschutzbeauftragten bestätigt die Risiken, denen Kinder in der zunehmend digitalisierten Lebenswelt ausgesetzt sind und zeigt die Bedeutung des Datenschutzes auf. Dazu erklärt der SPÖ-Europaabgeordnete Josef Weidenholzer, Chefverhandler der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament zur europäischen Cloudstrategie: "Datenschutz muss Teil des Lehrplans sein. Gerade Schulen und Kinderbetreuungseinrichten sollten ganz sensibel mit den persönlichen Daten von Kindern und Jugendlichen umgehen. Wir dürfen Kinder und auch Eltern nicht alleine lassen, wenn es darum geht, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung wahrzunehmen und brauchen klare Regeln für Bildungseinrichtungen zum Schutz von persönlichen Daten." Für den SPÖ-Abgeordneten ist es wichtig, dass Bildungseinrichtungen Eltern informieren, was mit den Daten ihrer Kinder passiert. "Eltern und Jugendliche sollten Recht haben, jederzeit Auskunft zu erhalten, wo welche Daten im Umlauf sind. Die Schulen sollten die Auskunft vollständig übermitteln", so Weidenholzer am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Gerade durch die jederzeit und überall verfügbaren Clouddienste machten sich viele gegenüber Werbeindustrie und Datenhändlern praktisch "gläsern". Die Risiken seien dabei bisher zu wenig sichtbar: "Den Nutzerinnen und Nutzern der Dienste muss klar vor Augen geführt werden, wo sich ihre Daten befinden, und jede Weitergabe benötigt ihre Zustimmung. Was in jungen Jahren gespeichert wird, kann unter Umständen noch Jahrzehnte später Folgen für die Nutzerinnen und Nutzer haben", meint Josef Weidenholzer, der vor allem auch das Recht auf Vergessen für junge Menschen als notwendig erachtet.

Die im Rahmen der Cloudstrategie aufgeworfenen Maßnahmen, nach Zertifizierungen und Musterverträgen, sind zu begrüßen, reichen aber bei weitem nicht aus: Durchsetzbar wird das Grundrecht auf Datenschutz nur, wenn die Dienste sich verbindlichen Regularien unterwerfen und eine Nichteinhaltung von Datenschutzregeln Sanktionen nach sich zieht. "Gerade die Daten von Kindern und Jugendlichen dürfen nicht einfach wirtschaftlichen Interessen geopfert werden, sie gilt es ganz besonders zu schützen", so Weidenholzer, Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Rechte, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments.

Zur Studie:
http://safegov.org/2013/9/23/survey-of-european-data-protection-offic
ials-shows-european-school-children-require-stronger-privacy-protecti on (Schluss) bj/mp

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