Last Call: Gründüngung aussäen

"die umweltberatung" empfiehlt Gründüngung für abgeräumte Beete

Wien (OTS) - Kahle Gartenbeete an grauen Novembertagen waren gestern, heutzutage sprießt und grünt auch es in der kalten Jahreszeit im Gemüsebeet. Gründüngung ist angesagt! Sie schützt und lockert den Boden und verbessert seine Qualität. Gründüngung kann noch bis Anfang Oktober ausgesät werden. Auch der köstliche Vogerlsalat kann jetzt noch ins Beet.

"Gründüngung ist für den Hausgarten eine einfache, günstige und biologische Methode, den Boden vor extremer Witterung zu schützen und seine Qualität zu verbessern", sagt Mag.a Bernadette Pokorny, Gartenexpertin von "die umweltberatung". Dabei werden Pflanzen angebaut, die später in den Boden eingearbeitet werden können und so zum Humusaufbau beitragen.

Schutz vor Wind und Wetter

Wenn im Spätsommer die Gemüsebeete abgeräumt sind, bleibt unbedeckte Erde zurück, die im Winter schutzlos Wind und Wetter ausgeliefert ist. Im Boden vorhandene Nährstoffe können leicht vom Regen ausgewaschen werden und die Bodenlebewesen leiden unter starken Temperaturschwankungen.

Die Pflanzen der Gründüngung nehmen im Herbst leichtlösliche Nährstoffe auf, die sonst ausgewaschen werden, und verhindern den Bodenabtrag durch Wind und Wasser. Sie unterdrücken Unkräuter und erzeugen eine krümelige Erde. Wenn der Boden beispielsweise durch Baumaschinen verdichtet wurde, kann er durch Gründüngungspflanzen gelockert werden. Leguminosen wie Bohnen, Wicken, Kleearten und Luzernen binden Stickstoff aus der Luft und reichern ihn im Boden an. So wird er zusätzlich gedüngt!

Jetzt säen: die Winterharten

Gründüngung sät man häufig zwischen die Gemüsereihen oder gleich nach der Gemüseernte im Sommer. Für die Herbstaussaat bis Anfang Oktober gibt es auch frostharte Gründüngungspflanzen, die den Boden im Winter begrünen. Im Frühjahr werden sie zwei Wochen vor dem Start der Bepflanzung flach eingearbeitet oder, wenn ein feines Saatbeet erforderlich ist, auf den Kompost abgeräumt.

Zu den winterharten Arten gehört der Winterroggen, der bis in den Oktober hinein ausgesät werden kann und die Beete sehr rasch mit einer grünen Pflanzendecke überzieht. Das "Landsberger Gemenge" ist eine Gründüngungsmischung, die Samen von Inkarnatsklee, Italienischem Raygras und Winterwicke enthält und viel Grünmasse bildet. Diese Mischung ist bei verschiedenen Saatgutanbietern erhältlich. Winterwicke reichert den Boden mit Stickstoff an und bereitet einen guten Boden für Kohlsprossen und Porree. Der Winterraps wiederum lockert mit seinen langen Wurzeln das Erdreich besonders tiefgründig.

Fruchtfolge beachten

Gründüngungen, die Kreuzblütler wie Senf, Raps oder Ölrettich enthalten, sind für die Gemüsebeete nicht so gut geeignet, weil sie zur gleichen Pflanzenfamilie wie Kohl, Rettich und Radieschen gehören und die gleichen Krankheiten und Schädlinge anziehen. Schmetterlingsblütler hingegen sollte man nicht vor Erbsen oder Bohnen einsäen. Winterroggen ist mit keiner Gemüsepflanze verwandt und daher für den Gemüsegarten gut geeignet.

Spinat und Vogerlsalat

Auch einige Gemüsesorten können jetzt noch schnell ausgesät werden. Spinat ist zwar nicht winterhart, kann aber bei günstigen Witterungsverhältnissen oder, wenn er mit einem Vlies abgedeckt wird, noch lange in den Herbst hinein geerntet werden. Feld- oder Vogerlsalat hingegen ist winterhart, seine zarten Blätter trotzen Eis und Schnee. Wenn der Schnee schmilzt und die zarten Pflänzchen wieder zum Vorschein kommen, ist die Freude über den ersten frischen Salat aus dem Beet groß.

Information

Der Kartonschuber "Das Gartenjahr" zeigt im Überblick, wann welche Arbeitsschritte das ganze Jahr über im Garten notwendig sind - vom Vorziehen der Kräuter im Frühling bis zur Gründüngung im Herbst. Zusendung um Euro 4,50 plus Euro 2,65 Versandkosten.
Bestellung und persönliche Beratung zum naturnahen Gärtnern bei "die umweltberatung", Tel. 01 803 32 32. Viele Infos auch auf www.umweltberatung.at.

"die umweltberatung" Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22.

Rückfragen & Kontakt:

"die umweltberatung" Wien, DIin Sabine Seidl
Tel. 01 803 32 32-72, mobil 0699 189 174 65
sabine.seidl@umweltberatung.at, www.umweltberatung.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0014