Neues Volksblatt: "Ein Fest für Mutti" von Manfred MAURER

Ausgabe vom 23. September 2013

Linz (OTS) - Spätestens an diesem Wahlsonntag ist Angela Merkel in die Fußstapfen ihres Mentors Helmut Kohl getreten. Die Kanzlerin hat die Union erstmals seit 20 Jahren wieder mit einem dicken Plus über die 40-Prozent gehievt.
Dieser Triumph hat nicht viele Väter, sondern vor allem eine "Mutti". Merkel hat es verstanden, auf geradezu mütterliche Weise sehr vielen Deutschen in turbulenten Zeiten ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben. Die erbrachte Leistung ist an den Wirtschaftsdaten zu ermessen. Das allein aber macht noch keinen Kantersieg aus, wie ihn die Union eingefahren hat. Dazu bedarf es eben jener emotionalen Triebfeder, über die die CDU mit ihrer "Angie" verfügt.
Für den Rest Europas bedeutet das deutsche Wahlergebnis Kontinuität. Die Regierung Merkel - in welcher Konstellation auch immer - wird zur Bewältigung der Schuldenkrise jenen Kurs fortsetzen, der erste Früchte zu tragen begonnen hat. Dieser Weg ist nicht bequem, mancherorts sogar äußerst schmerzhaft. Aber er ist ohne Alternative. In manchen Schuldenländern hoffte man am Wahlabend wohl bis zuletzt, dass Merkel die SPD mit ins Regierungsboot nehmen muss. Vielleicht täte sie das sogar mit einer Absoluten. Doch auch die Genossen würden die Kanzlerin nicht zu einem lockern Kurs gegenüber den Schuldensündern bewegen. Dafür sorgt schon der Erfolg der "Alternative für Deutschland", die mit ihrem Euro-kritischen Kurs mehr als erwartet punkten konnte.

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