IWO: Nur ein ausgeglichener Energieträgermix und Energieeffizienz garantieren Versorgungssicherheit

Nicht Bevorzugung einzelner Energieträger, sondern Energieeffizienz ist das Gebot der Stunde

Wien (OTS) - Die Konzentration auf einige wenige Heizformen erhöht massiv das Risiko von Energieengpässen. Besonders unter folgenden Gesichtspunkten gleicht die Forderung nach noch mehr Biomasseeinsatz einem Schildbürgerstreich ersten Ranges: 1. Die Praxis zeigt, dass große Biomassekraftwerke ohne staatliche Subventionen wirtschaftlich nicht überlebensfähig sind; 2. Die mitteleuropäischen Holzvorräte können bei einem weiteren Ausbau die Nachfrage langfristig nicht decken, da das Ausbaupotential der Biomasse so gut wie erschöpft ist; 3. Die Reduzierung der Anzahl der Heizformen verringert die Versorgungssicherheit und erhöht damit die Abhängigkeit von einzelnen Energieträgern.

Wie Salzburgs Agrar- und Energielandesrat Josef Schwaiger in den Salzburger Nachrichten erklärt, ist die Biomasse beispielweise in Salzburg zu 90 Prozent ausgereizt. "Man sei an einem Punkt angelangt, wo der weitere Ausbau nur noch den Heizgutimporten aus dem Ausland dienen würde", so Schwaiger. Weitere Investitionen würden uns also wiederum abhängig von ausländischen Importen machen. Das Ziel der Energieautarkie wird auf diese Weise nicht erreicht.

Holzvorräte gehen zur Neige

Auch der Fachgruppenobmann der Kärntner Sägeindustrie, Johann Michael Offner, warnte zuletzt in der Kleinen Zeitung, dass im Jahr 2020 am österreichischen Markt 3,2 Millionen Festmeter Holz fehlen werden. Das sei jedoch kein rein heimisches Problem, denn ganz Mitteleuropa hat zu wenig Holz. Dadurch stieg in letzter Zeit der Rundholzpreis auf den derzeitigen Rekordwert von 98,90 Euro/Festmeter.

Wie die Praxis zeigt, können Biomasse-Großanlagen oft nicht wirtschaftlich betrieben werden. Wie man derzeit beobachten kann, gehen diese reihenweise in Konkurs. Das Vorzeigeprojekt Güssing hat beispielsweise einen hohen Schuldenberg angehäuft. Nach der Streichung der Förderungen wurde offensichtlich, was man von dutzenden anderen Fällen weiß - große Biomassekraftwerke können meist nur durch staatliche Unterstützung überleben.

Martin Reichard, Geschäftsführer von IWO-Österreich, sagt: "Der dringende Wunsch einzelner Vertreter einiger Energieträger um Bevorzugung und Verwendung öffentlicher Steuermittel ist veraltetes Denken. Die Energiewende sollte nicht auf Kosten der Energieeffizienz umgesetzt werden. Nur durch behutsamen, sparsamen Einsatz der verfügbaren Energie können die Herausforderungen des Energiebedarfs der Zukunft gelöst werden. Dabei hilft zweierlei: ein ausgeglichener Energieträgermix und die Steigerung der Energieeffizienz."

Rückfragen & Kontakt:

IWO Österreich
Mag. Martin Reichard
Tel: 01/710 68 99-35
Fax: 01/710 68 99-50
E-Mail: Martin.Reichard@iwo-austria.at
www.iwo-austria.at

Pressekontakt:
ikp Wien
Daniel Pinka
Tel. 01/524 77 90-20
Email: daniel.pinka@ikp.at
www.ikp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IWL0001