SP-Deutsch: ÖVP geht's offenbar um Kundschaft für Nachhilfeinstitute und Super-Nannys

Landesparteisekretär übt scharfe Kritik an ÖVP-Bildungsblockade

Wien (OTS/SPW) - "Offensichtlich ist es den Damen und Herren von der ÖVP schon so peinlich, dass sie seit Jahren die Bildung der Zukunft blockieren und so den Kindern im Land schaden, dass sie sich hinter ihrem anonymen Pressedienst verstecken", kommentierte der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär Christian Deutsch am Mittwoch eine Mitteilung des ÖVP-Pressediensts. "Ziemlich feig!", stellte er fest und betonte: "Das ÖVP-Bildungssystem interessiert heutzutage keinen mehr, die Neugebauer'sche Schule ist für uns nicht einmal retro, sie ist für immer passé!"****

Als "unverfroren" wie "unpassend" bezeichnete Deutsch die Formulierung "Anschlag auf Familien". Wenn jemand solch einen verübe, dann die ÖVP mit ihrer Forderung nach einem 12 Stunden-Arbeitstag. "Was haben Kinder davon, wenn sie um 12 Uhr zuhause sitzen, während ihre Eltern bis in die Nacht hinein arbeiten müssen!", fragte er. "Wäre ihnen die Familie wirklich wichtig, Herr Spindelegger, kämen sie niemals auf solche wirre Ideen!", stellte Deutsch klar.

Auch ging er auf das SPÖ-Bildungskonzept und dessen Ziele ein: "Es ermöglicht sogar mehr gemeinsam genutzte Zeit für Eltern mit den Kindern, denn: Wir wollen, dass Kinder zuhause keine Hausübungen mehr machen müssen, weil sie das bereits in der Schule getan haben. Wir wollen, dass Kinder eine breite Palette an Bildungsangeboten, künstlerische und Sportmöglichkeiten über den Tag verteilt erhalten, weil das das Lernen erleichtert und nachweislich der erfolgreicheren Konzeption von Schule mit Zukunft entspricht."

"Schön langsam wird immer deutlicher, dass es der ÖVP gar nicht um die Kinder, sondern um Kundschaft für Nachhilfeinstitute und Super-Nannys geht. Sie wollen Kindern aus 'Durchschnittsfamilien' Bildungsangebote vorenthalten, die sie den eigenen in Ganztages-Privatschulen ganz selbstverständlich gönnen", kritisierte er die ÖVP-Doppelbödigkeit. Deutsch abschließend: "Dafür sind wir nicht zu haben: Unsere Schule ist eine Schule der Zukunft und solch eine bietet gleiche Chancen für jedes Kind, Entlastung für Eltern und mehr gemeinsame Freizeit von Mama, Papa und Kind in sämtlichen familiären Kombinationen!" (Schluss) ah

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