Marek: Differenzierung, Vielfalt und Wahlfreiheit stehen bei Bildung im Vordergrund

ÖVP-Bildungssprecherin in der heutigen Sondersitzung des Nationalrats

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Für uns ist Bildung ein zentrales Zukunftsthema, das im Wahlkampf nicht Kleingeld sein darf, verwies heute, Mittwoch, ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Christine Marek anlässlich der heutigen Sondersitzung im Nationalrat auf "eine Bilanz, die sich sehen lassen kann" und zahlreiche beschlossene Projekte. Bildungspolitische Positionen vom Team Stronach - dem Einbringer der heutigen Dringlichen Anfrage, finde man allerdings wenig. Wenn das Team Stronach zudem in seiner Anfrage die Existenz der Bezirksschulräte kritisiert, so dürfte das als "politischer Alzheimer" zu werten sein, erinnerte Marek die TS-Abgeordneten an die gemeinsame Abschaffung der Bezirksschulräte als ersten Schritt in der Schulverwaltungsreform.

"Auch bei der Sprachförderung haben wir erste Schritte gesetzt", verwies die ÖVP-Abgeordnete auf die bestmögliche Förderung im Kindergarten und dankte in diesem Zusammenhang Staatssekretär Sebastian Kurz für seinen Einsatz. Ziel sei ein zweites Gratis-Kindergartenjahr, um auch Kindern mit sprachlichen Defiziten einen gleichwertigen Schulstart zu ermöglichen.

Die ÖVP bekenne sich ganz klar zum massiven Ausbau von ganztägigen schulischen Angeboten, wies Marek auf einen Beschluss vor dem Sommer hin. "Wir wollen die derzeitigen Plätze bis 2018 auf 250.000 verdoppeln. Unser Ziel ist es, dass alle Eltern und Schüler, die einen ganztägigen Platz wollen und brauchen, diesen auch bekommen sollen. Die Entscheidung, ob ein Kind fünf Tage in der Woche ganztags ohne jede Flexibilität oder halbtägig mit einer Nachmittagsbetreuung die Schule besucht, muss aber bei den Familien liegen, so Marek weiter. Es sei "unfassbar", wenn Wiens Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl meint, dass jene Eltern, die es sich leisten können, ihre Kinder gefälligst in eine Privatschule schicken sollen, wenn sie Wahlfreiheit für sich in Anspruch nehmen wollen bzw. die Stadtschulrätin auch ein verpflichtendes Kindergartenjahr ab dem ersten Lebensjahr fordert. "Wir verwahren uns gegen jede Entmündigung der Familien", so Marek.

Eine zentrale Herausforderung für die nächste Legislaturperiode werde im Bereich der Volksschulen liegen, "denn für Lesen, Schreiben und Rechnen wird hier der Grundstock gelegt. Wer diese Grundfähigkeiten nicht lernt, hat massive Probleme in der weiteren Bildungskarriere."

"Wir sind der Überzeugung, dass Kinder in einem differenzierten Schulsystem hinsichtlich ihrer Neigungen und Interessen deutlich besser gefördert werden können - die Zahlen sprechen dabei für uns", so Marek auch in Richtung Rot-Grün. "Wichtig war und ist für uns eine hohe Durchlässigkeit im Schulsystem. Für die ÖVP stehen und standen im Bereich der Bildung die Prinzipien Differenzierung, Vielfalt, Wahlfreiheit und Leistungsgedanke im Vordergrund."

Kein Schulsystem funktioniere ohne engagierte Lehrerinnen und Lehrer, hob Marek das neue Lehrerdienstrecht, das der derzeit in Begutachtung ist, hervor. Nach der Begutachtung gelte es, die Stellungnahmen einzuarbeiten und zum Verhandlungstisch zurückzukehren. "Wir stehen zur Sozialpartnerschaft - ein hohes Gut in Österreich. Es geht darum, gemeinsam zum Finale zu kommen und ein zukunftsfähiges Lehrerdienstrecht sozialpartnerschaftlich zum Ziel zu führen, was in der Verantwortung der beiden Bundesministerinnen Heinisch-Hosek und Schmied liegt. Sie bedankte sich an dieser Stelle bei den Lehrerinnen und Lehrerin für ihr großes Engagement für die Zukunft unserer Kinder.
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