FPÖ: Strache: SPÖ ist tief in Madoff-Skandal verstrickt

Casino-Mentalität auf Kosten der Menschen

Wien (OTS) - In seiner Rede in der heutigen Sondersitzung des Nationalrats befasste sich FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache ausführlich mit den Verstrickungen des Madoff-Skandals in Österreich. Dieser Skandal sei ein krasses Beispiel dafür, wie die moralisch verrottet Sozialdemokratie des 21. Jahrhunderts sei.

Als im Jahr 2008 mit der Lehman-Pleite die globale Finanzwirtschaftsblase platzte, wurde auch der größte Betrugsskandal, den die Welt bis dato erlebt hat, öffentlich. Der amerikanische "Investor" Bernhard Madoff hatte rund 65 Milliarden US-Dollar veruntreut und damit das Vertrauen in die angebliche Seriosität und Kontrollmechanismen der Bankenwelt tief erschüttert. "Und dieser Milliardenskandal hat seine schmutzigen Quellen auch in der österreichischen Innenpolitik", erklärte Strache. "Über 6 Milliarden Euro sind über diesem Weg versickert."

Führende SPÖ-Politiker und SPÖ-Banker hätten jahrelang eine der schillerndsten Figuren dieses Netzwerkes öffentlich hofiert und Frau Sonja Kohn zu einer schnellen Bankenlizenz verholfen, erläuterte Strache weiter. Großflächig wurden Gelder von institutionellen Anlegern und privaten Pensionsvorsorgen zu diesem Zweck missbraucht und über eine eigene Vertriebsgesellschaft der Bank Austria auf den Cayman Islands gedreht. Frau Sonja Kohn, Trägerin des Großen Ehrenzeichens der Republik Österreich, habe nicht nur den damaligen Kanzler Gusenbauer als Werber und Aushängeschild für die Medici-Bank gewinnen können. Auch Michael Häupl habe sich für offizielle Prospekte des Bankhauses Medici in seiner Funktion als Wiener Bürgermeister für die angebliche Seriosität von Sonja Kohn verwendet und auch seinen Einfluss als Bürgermeister der Stadt Wien genutzt, um Gelder in das Madoff-System zu pumpen.

"Die einzigen Profiteure des Systems waren die Bank Austria und Sonja Kohn", so Strache. "In Österreich wurde bisher versucht, diesen gigantischen Skandal unter der Decke zu halten. Amerikanische Dokumentarfilmer und ein namhafter britischer Aufdeckungs-Journalist weisen klare Verbindungen nach. Es ist also höchste Zeit, dass die Staatsanwaltschaft endlich Ermittlungen aufnimmt und die geschädigten Anleger zu ihrem Recht kommen, darunter viele Pensionisten."

Fraglich in diesem Zusammenhang seien auch horrende Verluste der AVZ-Stiftung, also eingebrachtes Vermögen der ehemaligen Zentralsparkasse der Gemeinde Wien, und damit der Wienerinnen und Wiener, auf deren Kosten hier eine Casino-Mentalität gelebt worden sei, empörte sich Strache. Von ursprünglich 1,3 Milliarden Euro seien heute nur noch weit unter 100 Millionen übriggeblieben.

"Einer der Aufdecker des Madoff-Skandals, der britische Journalist Michael Leidig, wollte übrigens im Zuge seiner Recherchen auch Informationen vom BZÖ, den Grünen und dem Team Stronach einholen", berichtete Strache. "Die Grünen waren im Gegensatz zu BZÖ und Team Stronach zwar bereit, ca. 30 Minuten mit ihm zu sprechen. Aber die SPÖ-Verstrickung war von Seiten der Grünen kein Thema. Als sie direkt darauf angesprochen wurden, wollten sie nicht darüber reden. Leidig meint, dass die Grünen einen blinden Fleck hinsichtlich der SPÖ haben."

Strache kündigte überdies einen Antrag der Freiheitlichen an, damit der parlamentarische Untersuchungsausschuss endlich zu einem Minderheitenrecht wird. "Solche Skandale gehören gründlichst aufgearbeitet - und zwar ohne, dass Rot und Schwarz den Ausschuss zudrehen können, um weiterhin zum Schaden der Österreicherinnen und Österreicher ihr korruptes Spiel zu treiben", betonte der Bundesparteiobmann.

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