• 17.09.2013, 11:46:23
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Barbara Rosenkranz: Unser Arbeitsmarkt muss geschützt werden!

keine Öffnung des Arbeitsmarktes Richtung Bulgarien und Rumänien

Utl.: keine Öffnung des Arbeitsmarktes Richtung Bulgarien und
Rumänien =

St. Pölten (OTS) - In ihrer heutigen Pressekonferenz weist Barbara
Rosenkranz einmal mehr auf die Folgen der der Arbeitsmarktöffnung vom
1. Mai 2011 hin. Seit diesem Tag ist es Firmen aus den jungen
EU-Staaten möglich, in Österreich uneingeschränkt Aufträge anzunehmen
und tätig zu sein. "Insbesondere die heimische Baubranche, und hier
vor allem die mittelständischen Betriebe, haben darunter zu leiden,
denn sie werden von der billigen Konkurrenz aus dem Osten verdrängt.
Das zeigt die verschärfte Situation am Arbeitsmarkt. Vor dieser
Entwicklung hab ich und die FPÖ bereits lange vor der
Arbeitsmarktöffnung gewarnt. Nicht umsonst wurde zuvor die
Freizügigkeit von Arbeitnehmern aus Osteuropa in Österreich
eingeschränkt. Zu unterschiedlich waren und sind die Lohn- und
Arbeitskosten. Dieser große Niveauunterschied besteht bis heute. Es
musste also zu einem Verdrängungswettbewerb mit Lohn- und
Sozialdumping kommen", erklärt Barbara Rosenkranz.

Dennoch hätten sowohl ÖVP als auch SPÖ die Mahnungen als reine
Panikmache hingestellt. Die EU-hörigen Regierungsparteien
behaupteten, dass kaum ausländische Firmen und Arbeitskräfte ein
Interesse hätten, in Österreich tätig zu werden. Auch die
Gewerkschaften waren dieser Ansicht und betonten, die Ost-Firmen
hätten sich schließlich an den österreichischen Kollektivvertrag zu
halten, so Rosenkranz, die daraufhinweist: "In der Praxis ist kaum
möglich ist zu überwachen, ob sich Firmen, die ihren Sitz im Ausland
haben, tatsächlich an die österreichischen Lohnvorgaben halten. Doch
auch wenn Ost-Firmen, ganz legal und korrekt handeln: Die
Sozialabgaben werden in ihrem Herkunftsland entrichtet. Weil diese in
allen jüngeren EU-Staaten weitaus geringer sind als in Österreich,
bleibt ein massiver Wettbewerbsnachteil für unseren heimischen
Unternehmer. Wie gesagt: Auch dann, wenn alles nach Vorschrift läuft,
hat die heimische Firma das Nachsehen."

ÖVP und SPÖ verweisen stolz darauf, es gäbe trotz der
Rekordarbeitslosigkeit eine hohe Zahl von Beschäftigten. Doch dieser
Umstand ist bei einer gleichzeitig hohen Zahl an Arbeitslosen, eben
nicht eine gute und eine schlechte Nachricht, sondern es ist eine
doppelt schlechte Nachricht. Denn das bedeutet, dass die angestammten
Arbeitnehmer nach und nach gegen billige Hilfskräfte aus dem Ausland
ausgetauscht werden. Während Jobsuchende aus dem Osten die wenigen
freien Stellen besetzen und die Löhne drücken, schauen insbesondere
junge Berufseinsteiger durch die Finger.
"Die anstehende komplette Öffnung des Arbeitsmarktes Richtung
Bulgarien und Rumänien muss mit einem Veto in Brüssel verhindert
werden, sonst geraten unser Arbeitsmarkt und die österreichischen
Firmen noch weiter unter Druck", schließt Rosenkranz.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FKN

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