AMA gegen Image-Trittbrett-Fahrerei bei Lebensmittel-Kennzeichnung

Blass: Wildwuchs an Logos wird von Konsumenten abgelehnt

Wien (OTS) - Zeichen und Logos auf Lebensmitteln kämpfen um die Aufmerksamkeit und das Vertrauen der Konsumenten. Die AMA Marketing will mit ihren Siegeln eine verlässliche Orientierungshilfe beim Einkauf sein und appelliert an ein Ende der Image-Trittbrett-Fahrerei. "Die Kunden wünschen sich hinsichtlich der Kennzeichnung und Produktion von Lebensmitteln Klarheit und Transparenz. Umso wichtiger ist es, über die moderne, zeitgemäße Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion zu informieren. Niemand ist hier glaubwürdiger, als jene, die selber tagtäglich damit beschäftigt sind - die Bäuerinnen", erklärte heute Michael Blass, Geschäftsführer der AMA Marketing bei einer Pressekonferenz anlässlich der Aktionstage der Bäuerinnen. Diese stehen heuer unter dem Motto "Qualität hat einen Namen".

Verlässliche AMA-Siegel stehen für garantierte Herkunft und Qualität

"Die Welt der Lebensmittel ist enorm vielfältig. Diese Komplexität bewirkt, dass viele Produzenten und Händler um Vertrauen werben, dabei aber manchmal Zeichen verwenden, deren Werthaltigkeit die Konsumenten nur schwer überprüfen können. Ein Wildwuchs an Logos wird von vielen Konsumenten abgelehnt. Unsere AMA-Siegel geben hingegen ein starkes Versprechen ab, denen wir mit unseren Kontrollen Substanz verleihen. Hinsichtlich Aufmerksamkeit und Vertrauenswürdigkeit stehen wir in der Wahrnehmung der Konsumenten aber trotzdem in unmittelbarer Konkurrenz zu den unzähligen Logos, Marken und Gestaltungselementen, die auf österreichische Herkunft und Qualität in Rot-Weiß-Rot mit Flaggen und Banderolen anspielen. Wir fordern daher mehr Selbstdisziplin bei direkten oder mittelbaren Verweisen mit Österreich-Bezug", so Blass.

Auch Scheinsiegel genießen Vertrauen

Eine von der AMA in Auftrag gegebene Umfrage im März zeigt eindeutig die Notwendigkeit nach besserer Herkunftsinformation und mehr Klarheit. Demnach werden das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biozeichen klar als staatlich vergebene und vertrauenswürdig kontrollierte Zeichen genannt. Rot-weiß-rote, als Siegel anmutende Gestaltungselemente wie "Hergestellt in Österreich" oder "Qualität aus Österreich" genießen bei den Konsumenten jedoch ebenfalls hohes Vertrauen. "Wenn sich alle Beteiligten in der Lebensmittelwirtschaft an die bestehenden Regelungen zum Täuschungsschutz und an die Codex-Richtlinien hielten, wäre schon viel für die Konsumenten gewonnen", appelliert Blass.

AMA-Gütesiegel: Kontrolle über alle Stufen

Die AMA Marketing vergibt ihr Gütesiegel auf gesetzlicher Basis. Die Qualität der Produktion ist durch staatlich genehmigte Richtlinien festgelegt, deren Standards über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Lebensmittel erhalten das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel nur dann, wenn sie alle Vorgaben der folgenden drei Bereiche erfüllen, nämlich garantiert österreichische Herkunft der Rohstoffe, ausgezeichnete Qualität und unabhängige Kontrollen.

In die Kontrollsysteme des AMA-Gütesiegels ist jede Stufe der Lebensmittelkette - vom Landwirt bis zum Lebensmittelhandel -eingebunden. Sämtliche Überprüfungen werden unangekündigt von unabhängigen Kontrollstellen durchgeführt. Auch die Kontrollorgane selbst unterliegen Überprüfungen. Keine anderen Zeichen auf Lebensmitteln sind mit einem vergleichbaren, ganzheitlichen Qualitätsmanagement hinterlegt und werden von unabhängigen Stellen regelmäßig kontrolliert.

Wofür das AMA-Biozeichen steht

Das AMA-Biozeichen ist neben dem grünen EU-Bio-Logo das einzig staatlich anerkannte Zeichen für biologische Produkte. Es gibt zwei verschiedene Farbausprägungen: Bei Erzeugnissen mit dem rot-weiß-roten AMA-Biozeichen mit der Ursprungsangabe "Austria" müssen die wertbestimmenden Bio-Rohstoffe aus Österreich stammen. Auch die Be- und Verarbeitung erfolgt im Land. Die schwarz-weiße Ausprägung ohne Ursprungsangabe garantiert, dass die Rohstoffe aus biologischer Landwirtschaft stammen, deren Herkunft und der Ort der Verarbeitung wird nicht angegeben.
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