Bures: Arbeiten zum Hochwasserschutz für 30.000 Menschen können rasch beginnen

Ministerrat beschließt 15a-Vertrag zur Finanzierung von Hochwasserschutz im Eferdinger Becken

Wien (OTS/BMVIT) - Infrastrukturministerin Doris Bures hat heute den 15a-Vertrag zur Finanzierung des Hochwasserschutzes im Eferdinger Becken dem Ministerrat vorgelegt. Nach dem heutigen Beschluss der Regierung kann jetzt der Vertrag zwischen dem Bund und dem Land Oberösterreich unterzeichnet werden. Bures: "Die Arbeiten für einen umfassenden Hochwasserschutz im Eferdinger Becken können rasch beginnen." In den kommenden Jahren werden von Infrastrukturministerium, Land Oberösterreich und den Gemeinden in Summe 250 Mio. Euro investiert. 50 Prozent der Mittel kommen dabei aus dem Infrastrukturministerium. ****

Das Jahrhunderthochwasser im Frühjahr hat die Donauanrainer-Gemeinden im Eferdinger Becken besonders hart getroffen. Unmittelbar nach der Katastrophe hat sich die Infrastrukturministerin vor Ort ein genaues Bild über die verheerenden Auswirkungen des Hochwassers gemacht und gemeinsam mit dem Land Oberösterreich ein Konzept ausgearbeitet, um die Bevölkerung in Zukunft vor einem hundertjährlichen Hochwasser zu schützen.

Hochwasserschutz für den gesamten Siedlungsraum

Konkret geht es um die Gemeinden Walding, Goldwörth, Feldkirchen an der Donau, Ottensheim, Eferding, Alkoven, Pupping, Wilhering, Aschach, Hartkirchen und Fraham.

"Dort, wo es möglich ist, geben wir dem Wasser durch Retentionsräume Raum. Dort wo es nötig ist, werden wir Dämme, mobile und feste Schutzwände bauen. Rund 30.000 Menschen können dadurch zukünftig vor Hochwasser geschützt werden", so die Infrastrukturministerin.

Hochwasserschutzprojekte rechnen sich

Seit 2007 wurden in Oberösterreich entlang der Donau bereits zwei große Hochwasserschutzprojekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 195 Mio. Euro umgesetzt (Linz und Machland Nord). Diese beiden Schutzbauten haben im Juni 2013 ihre Bewährungsprobe bestanden. Dass sich diese Investitionen lohnen, hat sich am Beispiel Machland Nord gezeigt: Durch die rechtzeitige Fertigstellung dieses Projekts an der Donau im Jahr 2012 konnte ein Schaden wie im Jahr 2002 in der Höhe von rund 500 Mio. Euro verhindert werden. Zum Vergleich: Der Hochwasserschutz hat mit rund 182,6 Mio. Euro nur rund ein Drittel des Schadens eines einzigen großen Hochwassers gekostet.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Mag.a Marianne Lackner, Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
marianne.lackner@bmvit.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVM0001