ORF III mit Themenabend zur jüdischen Kultur

Am 16. September im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Am Samstag feierte die jüdische Gemeinschaft über den ganzen Erdball das Versöhnungsfest Jom Kippur. Anlässlich dieses höchsten jüdischen Feiertages setzt ORF III diese Woche einen Themenschwerpunkt und fächert die vielseitigen Facetten jüdischer Kultur in mehreren Programmleisten auf. Neben dem Themenabend am Montag, dem 16. September 2013, zeigt ORF III am Mittwoch Daniel Burmans "Eine Tradition der Familie", einen Film über Vaterschaft und jüdische Identität, am Freitag die Tragikomödie "Vielleicht in einem anderen Leben" von Elisabeth Scharang sowie die ORF-III-Museumssendung "Aus dem Rahmen", bei der Karl Hohenlohe das Jüdische Museum Wien besucht und mit der Direktorin des Hauses, Dr. Danielle Spera, spricht.

In der Dokumentation "Nicht ganz koscher" begibt sich die Regisseurin Ruth Olshan um 20.15 Uhr auf die Spuren ihrer Familie, die sich durch ganz Europa ziehen. Einige Familienmitglieder haben die Religion gewechselt, Olshan selbst besuchte erst den Jüdischen Kindergarten, dann die katholische Schule, feierte bei ihrer Oma Sabbat und sang im Advent Weihnachtslieder. Um dieses Identitätswirrwarr zu lösen, befragt Ruth Olshan sowohl ihre eigene Mutter als auch Rabbiner, Gelehrte und andere jüdische Familien nach der Einhaltung der 613 jüdischen Lebensregeln und der eigenen jüdischen Herkunft.

"Das ist nicht ganz koscher" - diese Redewendung ist längst in unseren Sprachalltag eingedrungen. Doch was bedeutet das eigentlich, koscher? Die Dokumentation "Kaschrut - Das biblische Kochbuch" um 21.50 Uhr will diese Frage beantworten, geht den Gedanken hinter den jüdischen Speisevorschriften auf den Grund und ist zugleich eine Reise in die kulinarische jüdische Kultur.

Um 22.40 Uhr informiert die Dokumentation "Kabbala" über die faszinierende Welt der jüdischen Mystik. Der religiöse Kontext, in dem die alte Geheimlehre entstanden ist, gerät allerdings mehr und mehr in Vergessenheit. Kann man ohne fundierte Kenntnisse über das Judentum Kabbala verstehen und praktizieren? Was war die Kabbala ursprünglich, wie ist sie entstanden? Wie hat die jüdische Geschichte, geprägt von Pogromen und Verfolgungen, die Entwicklung der Kabbala beeinflusst? Und was fasziniert die Menschen an der antiken Lehre noch heute?

"Jüdische Kultur in Wien" beschließt den Themenabend um 23.25 Uhr. Der in Wien aufgewachsene und in Paris lebende Schriftsteller Peter Stephan Jungk führt durch das jüdische Wien in all seiner Vielfalt. Die Wege führen ihn zu jüdischen Bewohnern der Stadt sowie zu Bethäusern und der Zwi-Perez-Chajes-Schule. In Interviews erfährt Jungk vieles über die Stadt, die in seiner Kindheit für ihn prägend war.

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