Statement "Zum Ludwig GmbH": Vorwürfe AK

Wien (OTS) - Vorweg möchten wir als Geschäftsführer-Duo des Wiener Wiesn-Fests festhalten, dass unsere MitarbeiterInnen - als Herzstück der Veranstaltung - oberste Priorität bei uns genießen und dass wir natürlich auf rechtskonforme Verträge und Entlohnungen durch unsere Zeltpächter und Gastronomiepartner bestehen. Bezogen auf die Vorwürfe geben wir folgende klärende Punkte wider, die das Unternehmen "Zum Ludwig GmbH" auf unsere sofortige Rückfrage wie folgt schlüssig erklärt:

1) Als Grundlage für 80 Prozent des Vertrages dient ein Muster-Dienstvertrag der WKO, der auch auf der Homepage unter dem Punkt "Arbeitsvertrag für Garantielöhner in der Gastronomie" zu finden ist.

2) Die restlichen 20 Prozent - eigene Vertrags-Bestimmungen -, hat die "Zum Ludwig GmbH" von der WKO prüfen lassen, um präventiv Probleme zu vermeiden. Diese individuellen vertraglichen Bestimmungen wurden als rechtskonform beurteilt.

3) Das angesprochene Jeton-System entspricht jenem des Münchner Oktoberfestes - dort wird dies seit Jahrzehnten so gehandhabt:
a. Der Kellner/die Kellnerin kauft Jetons, die Bargeld-Charakter haben. Diese Jetons werden vom Kellner/der Kellnerin an den Gast weiterverkauft. Die Differenz, die sich dabei ergibt (da der/die ArbeitnehmerIn die Jetons günstiger bekommt), gehört dem Arbeitnehmer/der Arbeitnehmerin. Das System entspricht einer erfolgsabhängigen Entlohnung, welche laut in Österreich gültigem Kollektiv-Vertrag "Lohnordnung/Prozentanteile" rechtskonform ist.
b. Eine gesetzliche vorgesehene Mindestentlohnung nach dem geltenden Kollektiv-Vertrag erhält der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin dabei aber in jedem Fall.

4) Die Kaution, die der Gastronom von den MitarbeiterInnen einnimmt, gilt dabei als Sicherheit für die Jetons, die Bargeld-Charakter besitzen, sowie für das Wechselgeld, das die MitarbeiterInnen erhalten. Auch dieses System entspricht jenem des Oktoberfests in München, mit dem Unterschied, dass dort bis zu 2.500 Euro Kaution verlangt werden.

5) Zum Punkt Arbeitsort und Betriebsstätten: Auch dieser Punkt entspricht den WKO Musterverträgen und hat den Sinn, bei eventueller kurzfristiger Verlegung des Dienstortes durch den Dienstgeber aufgrund von unvorhersehbaren Ursachen (zb.: Naturkatastrophen auf der Kaiserwiese), die ein Abhalten des WWF auf der geplanten Veranstaltungsfläche verhindern, sicherzustellen, dass die MitarbeiterInnen für das Wiener Wiesn-Fest arbeiten werden, auch wenn dieses kurzfristig an einem anderen Dienstort stattfinden sollte.

Zudem möchten wir festhalten, dass es seit 2012 keine einzige Beschwerde bei der Arbeiterkammer gegeben hat und wir glücklich sind, rund 70% des Teams aus dem Vorjahr auch dieses Jahr wieder als MitarbeiterInnen bei uns begrüßen zu dürfen.

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Claudia Sebunk, Agentur Purtscher Relations
T: 0664/887 333 32, @: c.sebunk@purtscherrelations.at
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