Karas, Jank und Ikrath: "Wien muss zum Top-Forschungsstandort in Europa werden"

Werner Gruber als Wissenschafter "Mut kann man sich nicht kaufen, mutige Forscher sehr wohl"

Wien (OTS) - Othmar Karas, Vizepräsident des Europäischen Parlaments und Sprecher des Bürgerforums Europa 2020 sagt: "Österreich muss Top-Forschungs- und Bildungsstandort werden wollen. Die Wege aus den Krisen und Herausforderungen unserer Zeit werden Österreich und Europa nur mit mehr Forschung, Bildung, Innovationen und Investitionen nachhaltig schaffen. Darin liegt unser größtes Wettbewerbspotential. Österreich muss zu einem TOP-Forschungs- und Bildungsstandort in der EU werden. Das heißt: Wir müssen die Besten in mehreren Bereichen sein wollen. Wien, als der größte Forschungsstandort in Österreich, hat gute Karten seine führende Position auszubauen. Die EU insgesamt muss der Forschungsstandort Nr. 1 in der Welt werden wollen. Budget-, Wissenschafts-, Wachstums-, Beschäftigungs- und nachhaltige Zukunftsdebatten müssen dies berücksichtigen. Gerne stelle ich auch meine Arbeit im Europaparlament und das Bürgerforum Europa 2020 (buergerforum@europa2020.at) als Partner zur Verfügung und in den Dienst des richtigen, wichtigen Anliegens."

Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Kandidatin zum Nationalrat sagt: "Wien ist dank der Innovationskraft der Wiener Betriebe ein dynamischer Wirtschaftsstandort. Wiener Unternehmen investieren jedes Jahr über eine Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung von Wachstum und Beschäftigung. Dennoch bedarf es weiterer Anstrengungen, um Forschung und Entwicklung in Wien auszubauen. Etwa eine bessere Zusammenarbeit wissenschaftlicher Einrichtungen mit der Wirtschaft, denn nach wie vor kommt noch zu wenig Wissen in wirtschaftliche Umsetzung. Oder das Setzen von steuerlichen Anreizen, um betriebliche Investitionen in F&E zu beflügeln."

Jochen Schieck, Direktor des Hochenergiephysikinstituts (ab Oktober 2013 ) in Wien sagt: "Um Wien als Forschungsstandort in Europa zu etablieren müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Die Lebensqualität, eine oft unterschätzte Rahmenbedingung, ist in Wien unbestritten hoch und ein großer Pluspunkt für die Stadt. Um jedoch international anerkannte Spitzenwissenschaftler aller Karrierestufen nach Wien zu locken, muss die wissenschaftliche Infrastruktur gegeben sein und es müssen Perspektiven für die Wissenschaftlern geboten werden. Meine Erfahrungen im letzten Jahr sind positiv - sonst wäre ich jetzt nicht hier. Ich hoffe es bleibt so."

Peter Michael Ikrath, Generalsekretär des Sparkassenverbandes und Abgeordneter zum Nationalrat meint "Europa ist die Wiege des Forschungs- und Lehrwesens in der Welt. Europa hat die ältesten Universitäten der Welt vorzuweisen und droht gleichzeitig in eine gewisse Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Forschung und Wissenschaft sind aber sehr wichtig für die nationale und europanationale Identitätsfindung. Daher gilt es, die europäische Forschungslandschaft zu entbürokratisieren, um auch hier gegenüber den USA aber auch dem isolierten Großbritannien mithalten zu können."

Werner Gruber, Physiker und Autor, Direktor Planetarium Wien, Kuffner- & Urania Sternwarte, Science Busters sagt: "Mut kann man sich nicht kaufen, mutige Forscher sehr wohl. Eigentliches Problem in Österreich besteht darin, dass wir zwar viele Forscher haben aber nur wenige mit Mut."

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Mag. Drazen Miletic
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