Huainigg: Menschenwürde in Verfassung verankern

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Rahmen der "Bodenseedialoge" sprachen sich der ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg, Landtagspräsidentin Gabriele Nußbaumer und Patrick Fürnschuß, selbst Vater eines Kindes mit Behinderung, dafür aus, die Menschenwürde in die österreichische Verfassung aufzunehmen: "Die Verankerung in der Verfassung ist das bewusste Sichtbarmachen von Menschen mit Behinderung und ein Stück gesellschaftlicher Teilhabe. Insofern sehen wir darin einen Auftrag an den nächsten Nationalrat, diese Verfassungsbestimmung Wirklichkeit werden zu lassen", betonten Huainigg, Nußbaumer und Fürnschuß heute, Freitag, übereinstimmend.

Gleichberechtigte und barrierefreie Teilhabe

Darüber hinaus präsentierte Franz-Joseph Huainigg seine Pläne für die kommende Legislaturperiode: "Das Behindertengleichstellungsgesetz sowie die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und dessen Umsetzung anhand des Nationalen Aktionsplans Behinderung 2012-2020 stellen meine behindertenpolitischen Eckpfeiler für gleichberechtigte und barrierefreie Teilhabe in allen Lebensbereichen dar". Der Grundstein dafür muss laut Huainigg schon bei der Geburt eines behinderten Kindes durch die Einrichtung eines Unterstützungsfonds gelegt werden. Aus dem Fonds sollten neben Geldleistungen vor allem eine juristische Begleitung zur Erschließung der Fördermöglichkeiten und FamilienhelferInnen für die Anfangsphase bereitgestellt werden.

Engagement für ein inklusives Gesellschaftsbild

Gesellschaftspolitisch will sich Abg. Franz-Joseph Huainigg weiter für ein inklusives Gesellschaftsbild engagieren, das in allen Institutionen, vom Kindergarten bis ins hohe Alter, gelebt werden muss. "Wie und wie viel Raum Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft einnehmen können, korrespondiert direkt mit unserer individuellen und kollektiven Fähigkeit, die eigenen Schwächen und Defizite anzunehmen. So ist der Weg der Inklusion immer auch ein Weg der Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit, dem eigenen Nicht-Können, dem eigenen Behindert-Sein", unterstützt Patrick Fürnschuß die Bemühungen des ÖVP-Sprechers für Menschen mit Behinderung.

Landtagspräsidentin Gabriele Nußbaumer informierte darüber hinaus über das viel beachtete Projekt der "Frühen Hilfen". Fachlich qualifiziertes Personal versucht in Gesprächen mit betroffenen Eltern herauszufinden, ob und welche Art der Unterstützung benötigt wird. "Dieses Vorarlberger Modell hat aus meiner Sicht durchaus Vorbildcharakter für ganz Österreich. Ich würde mir wünschen, dass der Bund in der kommenden Legislaturperiode dieses erfolgreiche Modell aufgreift und flächendeckend in Österreich die 'Frühen Hilfen' etabliert".
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