VIER PFOTEN: Nicht wegschauen bei Tierleid

Zeuge von Tierquälerei: Was man tun kann

Wien (OTS) - Nachdem in den letzten Wochen wieder einige schockierende Fälle von Tierquälerei an die Öffentlichkeit gekommen sind, bittet VIER PFOTEN die österreichische Bevölkerung, nicht wegzuschauen, wenn Tiere Hilfe benötigen. "Jeder kann Zeuge einer Misshandlung von Tieren werden. Wichtig ist, dass man weiß, dass man auch etwas tun kann", sagt Indra Kley, Kampagnenmitarbeiterin bei VIER PFOTEN.

Grundsätzlich gilt: Befindet sich ein Tier in akuter Lebensgefahr, sollte sofort die Polizei verständigt werden. Eine schnelle Reaktion kann einem Tier das Leben retten.

Besteht keine akute Lebensgefahr oder ist die Zeit dafür dennoch gegeben, ist die Beweissicherung besonders wichtig: Indra Kley rät, in jedem Fall Fotos oder, wenn möglich, Videos etc. zu machen, die eine schlechte Tierhaltung / einen Tiermissbrauch dokumentieren. Mit Handys oder Smartphones ist das bereits für viele ohne Probleme jederzeit möglich. Vorhandene Zeugen und die eigene Bereitschaft, als Zeuge aufzutreten, können eine wichtige Ergänzung sein. Jeder hat zudem das Recht, dass seine Aussage vertraulich behandelt wird und kann einen zuständigen Sachbearbeiter einer Behörde darauf hinweisen, dass die Anonymität zu wahren ist.

Die gesammelten Beweise sollten zusammen mit einer sachlichen und möglichst präzisen Beschreibung der dokumentierten Situation an den zuständigen Amtstierarzt im betroffenen Magistrat bzw. in der betroffenen Bezirkshauptmannschaft übermittelt werden. Sämtliche Kontaktdaten aller österreichischen Amtstierärzte findet man im Internet. Die Amtstierärzte sind für die Überprüfung von Tierhaltungen (routinemäßig und aufgrund von Hinweisen) und für die Ahndung von Tierschutzverstößen zuständig; sie können hierzu auch Strafverfahren einleiten.

"Wir empfehlen auch, lokale Tierschützer (Tierschutzgruppen, Tierheim etc.) mit ins Boot zu holen, eventuell sind sie auch bereits über den "Fall" informiert. Gemeinsam kann man mehr erreichen", sagt Indra Kley.

Ebenso gibt es die Möglichkeit, Anzeige wegen Tierquälerei bei der zuständigen Polizeiinspektion zu erstatten. " Jeder, der eine Tat anzeigt, sollte sich ein Aktenzeichen geben lassen und nachfragen, was aus der Anzeige geworden ist", empfiehlt Indra Kley.

Mangelhafte Haltungsbedingungen von Heimtieren und Nutztieren basieren allerdings auch häufig auf Unkenntnis oder fehlendem Interesse für die Bedürfnisse der Tiere. Deshalb hilft es manchmal schon, dem Halter freundlich klarzumachen, dass sein Tier leidet und wie dem abgeholfen werden kann. Auch ein Hinweis auf die Mindestanforderungen der Haltungsbedingungen gemäß Tierschutzgesetz können hierbei hilfreich sein. Links zu den gesetzlichen Grundlagen im Tierschutz und generelle Tipps für Situationen, in denen man Zeuge von Tierleid wird, finden Interessierte auf
http://www.ots.at/redirect/vierpfoten5

Rückfragen & Kontakt:

Elisabeth Penz
VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
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