Die Demokratiewerkstatt öffnet wieder ihre Pforten

Menschen mit Lernschwierigkeiten treffen die BehindertensprecherInnen

Wien (PK) - Die Demokratiewerkstatt eröffnet das neue Parlamentsjahr mit besonderen Gästen: Das Parlament lädt am 16. und 17. September Menschen mit Lernschwierigkeiten und Lernbehinderungen zu "recht leichten" Workshops (www.rechtleicht.at) in die Demokratiewerkstatt ein. Abgeordnete zum Nationalrat, die als BehindertensprecherInnen ihrer Parteien mit der Thematik vertraut sind, stehen den SelbstvertreterInnen Rede und Antwort zur aktuellen Behindertenpolitik, der UN-Behindertenrechts-Konvention und den bevorstehenden Wahlen zum Nationalrat.

Was bei Parlamentsreden nicht immer gelingt, soll bei diesem Zusammentreffen in der Demokratiewerkstatt umgesetzt werden:
politische Inhalte leicht verständliche und transparent Menschen mit Lernbehinderung zu vermitteln, damit diese Personen die Gelegenheit haben, sich als Wahlberechtigte ein eigenes Bild von den Parteiprogrammen und den unterschiedlichen Anliegen der BehindertenvertreterInnen im Parlament zu machen. Gleichzeitig wollen die SelbstvertreterInnen den BehindertensprecherInnen von SPÖ, ÖVP, FPÖ und den Grünen Fragen stellen, die ihre persönliche Situation betreffen, und herausfinden, welche Forderungen und Anliegen die PolitikerInnen unterstützen. Die Umsetzung der UN-Konvention soll dabei ebenso zur Sprache kommen wie Probleme bei der Sachwalterschaft oder Herausforderungen als Wohn- und Werkstättenbeirat. Die Fragen an die PolitikerInnen werden SelbstvertreterInnen der Lebenshilfe Österreich und Jugend am Werk sowie das "Forum Selbstvertretung" der ÖAR stellen.

Die Diskussionen im Filmstudio der Demokratiewerkstatt werden aufgezeichnet und sowohl auf der Internetseite www.demokratiewebstatt.at als auch unter www.rechtleicht.at veröffentlicht.

Mit 16. September 2013 öffnet die Demokratiewerkstatt des Parlaments zudem wieder ihre Tore für den Regelbetrieb im neuen Schuljahr 2013/2014. Seit mittlerweile sechs Jahren bietet das Hohe Haus Kindern und Jugendlichen politische Bildung in sechs verschiedenen Werkstätten an, denen, obwohl themenspezifisch verschieden, eines gemeinsam ist: Sie beschäftigen sich alle mit Parlament, Demokratie und Partizipation und wollen die Jugendlichen für demokratische Wertvorstellungen interessieren. Damit soll eine für Jugendliche abstrakte Thematik begreifbar und zudem didaktisch spannend vermittelt werden. Dem Parlament ist es auch ein besonderes Anliegen, dass das Angebot der Demokratiewerkstatt österreichweit von Schulklassen in Anspruch genommen wird. Der Anteil an Klassen aus den Bundesländern in der Demokratiewerkstatt betrug im abgelaufenen Jahr 42 %.

Die sechs verschiedenen Workshops - ParlamentarierInnen Werkstatt, Politische Werkstatt, Medien Werkstatt, Zeitreise Werkstatt, Partizipationswerkstatt, Europa Werkstatt - haben von Oktober 2007 bis heute rund 57.000 Schülerinnen und Schüler besucht. Das Angebot der Demokratiewerkstatt richtet sich an alle Schultypen. Die Workshops der Demokratiewerkstatt werden während des Schuljahres regelmäßig angeboten und von Montag bis Freitag von Schulklassen gebucht. (Schluss) red

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