Kadenbach begrüßt strengere Nachhaltigkeitskriterien bei Kraftstoffen

SPÖ-Europaabgeordnete: "Fortschrittliche Biokraftstoffe in Zukunft stärker gefördert"

Wien (OTS/SK) - Heute hat das Europäische Parlament über die Qualität von Kraftstoffen und Energie aus erneuerbaren Quellen abgestimmt. "Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Nachhaltigkeit bei Treibstoffen. Ein großer Fortschritt liegt darin, dass wir die Einbeziehung der aus Nahrungsmittel- und Energiepflanzen gewonnenen Biokraftstoffe von zehn auf sechs Prozent reduzieren konnten. Das bringt neben ökologischen Vorteilen auch positive Auswirkungen auf die Nahrungsmittelpreise", sagt die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Kadenbach will nach der aktuellen, wenn auch nicht repräsentativen Greenpeace-Studie, wonach überraschend hohe Palmöl-Anteile im österreichischen Agrodiesel entdeckt wurden, Klarheit über Kennzeichnungspflichten und mehr Bewusstsein dahingehend, dass der Import von Palmöl praktisch nur mithilfe von Urwaldabholzungen erreicht werden kann. Mit der heutigen Abstimmung im Plenum wird auch, wenn auch leider erst ab 2020, der sogenannte ILUC-Faktor einbezogen, der sich auf die indirekte Änderung der Landnutzung bezieht. Klar ist für Kadenbach: "Eine Nichtberücksichtigung des Phänomens der indirekten Landnutzungsänderung wäre für mich nicht vereinbar mit den Zielen der Europäischen Union im Kampf gegen den Klimawandel gewesen. Ich bin froh, dass die üblichen, sich aus der Modellberechnung ergebenden, Ungewissheiten nicht als Vorwand benutzt wurden, um das Problem zu leugnen und nicht handeln zu müssen." Dies soll den 'Bio'-Schwindel bei den Agrartreibstoffen verringern. Die SPÖ-Europaabgeordnete bedauert jedoch, dass hier nicht den weitergehenden Vorschlägen des Umweltausschusses gefolgt wurde.

"Uns ist es mit dieser Abstimmung auch gelungen, dass vermehrt Anreize für die Benutzung von fortschrittlichen Biokraftstoffen gesetzt werden, für die es bestimmte Vorteile geben wird. Diese

sollen mindestens 2,5 Prozent der Energie für Straßen- und Schienentransport ausmachen", so Kadenbach. (Schluss) bj/mp Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:

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