FPÖ-Obermayr: Im Plenum große Reden über Ausbeute von Jugendlichen, im Büro hackelt der 0-Euro Praktikant!

Obermayrs Forderung nach einem Mindestgehalt für Praktikanten im EU-Parlament blieb erfolglos

Wien (OTS) - "Es ist schon einigermaßen befremdlich, dass zwar die Kommission einen Qualitätsrahmen für Praktika verlangt, die Abgeordneten dieser Tage vollmundige Reden schwingen über die Ausbeutung von Jugendlichen und prekäre Arbeitsverhältnisse, aber der Präsident dieses Hauses - bekanntlich ein Sozialdemokrat - nicht bereit ist ein Mindestgehalt für Praktikanten im EU-Parlament einzuführen!", ärgert sich der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr.

Es gäbe leider Abgeordnete, darunter auch ein nicht ganz unwichtiger österreichischer Mandatar im EU-Parlament, die ihren Praktikanten keinen Cent zahlen. "Es ist nicht einzusehen, warum diese jungen Menschen, die oft hervorragend ausgebildet sind und eine beachtliche Leistung erbringen, überhaupt keine Entlohnung, ja nicht einmal eine Aufwandsentschädigung erhalten sollen. Gerade das wäre bei Auslandspraktika besonders wichtig, denn ein- zwei Monate Brüssel ohne Zuverdienst muss man sich als Student erst einmal leisten können!" Es komme demnach zu einer ungerechtfertigten sozialen Selektion.

Obermayr hat daher im Dezember letzten Jahres einen offenen Brief an den Parlamentspräsidenten Schulz gerichtet, mit der Forderung ein Mindestgehalt für Praktikanten im Europäischen Parlament einzuführen. Die Antwort: Man bedanke sich für die Anregung, sei aber nicht willens etwas zu ändern.

"Es geht nicht an, dass es der Willkür des einzelnen Abgeordneten obliegt, ob man als Praktikant für dieselbe Arbeit einmal 1000 Euro und einmal einen feuchten Händedruck bekommt!", so Obermayr, der schließt: "Die großen Reden über die schwierige Lage der Jugendlichen, speziell seitens der linken Kollegen, sind nichts als leere Worte! Denn dort, wo man ganz konkret etwas verbessern könnte, bleibt man untätig."

Die freiheitliche Delegation im EU-Parlament zahlt ihren Praktikanten rund 1200 Euro monatlich.

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