• 11.09.2013, 12:52:55
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Eigenständige und direkte KV-Verhandlungen 2013 des FMMI vor Start

Maschinen und Metallwaren Industrie steht vor großen Herausforderungen

Utl.: Maschinen und Metallwaren Industrie steht vor großen
Herausforderungen =

Wien (OTS) - Der Fachverband der Maschinen und Metallwaren Industrie
freut sich, dass seine eigenständigen und direkten KV-Verhandlungen
mit den Gewerkschaften am 24. September eröffnet werden. Die Branche
kämpft mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und
extremen Konjunkturschwankungen. Sie musste 2013 schon massive
Auftragsrückgänge und generell sinkende Erträge verzeichnen. Das
Verhandlungsteam des Fachverbands hat daher den Auftrag, einen
Kollektivvertrag für die Branche zu fixieren, der den Betrieben
hilft, sich für ihre Herausforderungen gut aufzustellen und die
insgesamt rund 120.000 Arbeitsplätze in der Branche zu sichern.

"Seit dem Frühjahr haben wir mehrfach gefordert, früher zu
verhandeln, damit die Unternehmen mehr Planungssicherheit in diesen
unsicheren Zeiten bekommen. Demnächst setzen wir uns endlich mit den
Gewerkschaften an den Verhandlungstisch. Diese direkten
KV-Verhandlungen sind entscheidend, wenn wir für unsere 1.200
Mitglieder geeignete Rahmenbedingungen schaffen wollen. "Unsere
Eigenständigkeit steht außer Frage, wir sind der gesetzlich
festgelegte Tarifpartner. Das müssen die Gewerkschaften endlich
akzeptieren. Wir möchten über Inhalte sprechen und nicht über bereits
geklärte organisatorische Fragen", erklärt FMMI-Obmann Christian
Knill und fügt hinzu: "Die Tatsache, dass gerade unsere Betriebe
trotz sinkender Erträge um jeden Arbeitsplatz kämpfen, auch wenn sie
oft nicht wissen, wie sie ihn bezahlen sollen, muss auf den Tisch -
und dass die Betriebe das nicht unbegrenzt stemmen können. Heuer muss
es uns gelingen, den Gewerkschaften zu erklären, was es heißt, mitten
in einer Krise ein Unternehmen zu führen und die Verantwortung für
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu tragen."

Der im Mai von den Gewerkschaften präsentierte, sogenannte
"Flexibilisierungsvorschlag" würde massive Nachteile für die
Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und den Standort bringen: "Die 8 %
Mehrkosten, die sich aus den Forderungen der Gewerkschaften ergäben,
wären eine Katastrophe für unsere Mitglieder und würden Arbeitsplätze
vernichten. Das können wir nicht akzeptieren", fügt Knill hinzu.
"Dass die Gesprächsbereitschaft der Gewerkschaften zum Thema
Arbeitszeit an unsere Verhandlungsorganisation geknüpft war, spricht
nicht für die Ernsthaftigkeit des Vorschlags."

Branche braucht Rückenstärkung im internationalen Wettbewerb

Eine im Juli durchgeführte Umfrage des Industriewissenschaftlichen
Instituts (IWI) unter Betrieben der Branche ergab, dass die
Unternehmer trotz negativer Wirtschaftsprognosen optimistisch
bleiben. "Weit über 80 % unserer Mitglieder sind Familienunternehmen,
die extrem exportabhängig, aber auch besonders standorttreu sind. Die
kämpfen um ihre Zukunft, um Aufträge und um die Arbeitsplätze. Die
meisten von ihnen sind nach wie vor am Markt erfolgreich, weil sie
langfristig denken - und weil sie engagierte Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter haben, die verstehen, dass es nur gemeinsam geht", meint
Knill und bekräftigt: "Der FMMI wird im Zuge der KV-Verhandlungen
Vorschläge für faire Lösungen im Sinne aller in unserer Branche
bringen."

Der Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie ist die
gesamtösterreichische Vertretung aller Unternehmen aus den
Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau und Metallwaren,
die im Jahr 2012 gemeinsam einen Produktionswert von 34,6 Milliarden
Euro erwirtschafteten. Die mittelständisch strukturierte Branche
stellt mit über 1.200 Unternehmen und rund 120.000 Beschäftigten das
Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar. Oberstes
Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an der Gestaltung von
maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um
den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen- und
Metallwarenbranche im internationalen Wettbewerb und Arbeitsplätze zu
sichern.

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