Papst: Bei Flüchtlingen zeigt sich Nächstenliebe und Solidarität

Franziskus besuchte ein Haus des "Jesuit Refugee Service" in Rom

Rom, 11.09.13 (KAP) Papst Franziskus hat von den reichen Staaten eine großzügigere und solidarischere Aufnahme von Flüchtlingen gefordert. "Echte Nächstenliebe und Barmherzigkeit, so wie sie Gott eigen ist und wie er sie uns zeigt, verlangt nach Gerechtigkeit, verlangt danach, dass der Arme ein Weg findet, nicht mehr arm zu sein", sagte er am Dienstag in einem römischen Asylzentrum, das vom "Jesuit Resuit Service" (JRS) geleitet wird. Franziskus hielt seine 20-minütige Ansprache frei.

Der Papst, der mit einem blauen Ford Focus zu dem Haus beim Kapitol fuhr, wurde dort vom JRS-Leiter, dem deutschen Jesuiten Pater Peter Balleis, begrüßt. Franziskus nahm sich lange Zeit, um mit vielen der mehr als 500 anwesenden Flüchtlinge - Syrer, Afghanen, Pakistanis, Senegalesen, Somalier und Kolumbianer - Gespräche zu führen.

Der Papst zögerte nicht, eine politisch brisante Anmerkung zu machen: "Solidarität den Flüchtlingen gegenüber ist ein Wort, dass in der entwickelten Welt Ängste hervorruft. Die Verantwortlichen trauen sich allerdings nicht, das zu sagen. Es ist fast ein schmutziges Wort für sie. Aber es ist unser Wort", sagte Franziskus.

Er nannte die Armen "privilegierte Lehrer für das Verstehen, wer Gott ist". Die Zerbrechliche und die Einfachheit dieser Menschen "demaskieren unseren Egoismus, unser falsches Sicherheitsbedürfnis, unsere Selbstgenügsamkeit, und sie führen uns zur Erfahrung der Nähe und Zärtlichkeit Gottes", so der Papst.

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