Nach Brustkrebs-Erkrankung degradiert: AK erreichte 14.000 Euro für junge Frau

Linz (OTS) - Mitarbeiterführung, Umsatzkontrolle, Kundenwerbung und Teilnahme an Meetings - das alles gehörte zu den Aufgaben von Frau S. als Filialleiterin bei einer Textilkette in Linz. Doch als sie nach einem längeren Krankenstand wegen ihrer Brustkrebs-Erkrankung wieder in den Job zurückkehrte, war die Führungsposition weg: Frau S. wurde nur noch als Verkäuferin eingesetzt. Mit Hilfe der Arbeiterkammer Oberösterreich bekam sie 14.000 Euro.

Die Diagnose "Brustkrebs" war ein Schock. Doch Frau S. gab nicht auf und war nach einem längeren Krankenstand wieder arbeitsbereit und arbeitsfähig. Trotzdem wurde sie entgegen der Vereinbarung im Arbeitsvertrag nicht mehr als Filialleiterin, sondern nur noch als Verkäuferin eingesetzt. Begründet wurde das damit, dass sie mit ihrer Behinderung - Frau S. hatte in der Zwischenzeit einen Behinderteneinstellungsschein bekommen - nicht mehr in der Lage sei, die frühere Tätigkeit auszuführen.

Auch wenn ihr der Behinderteneinstellungsschein eine Minderung der Erwerbsfähigkeit attestiere, sei sie doch sehr wohl in der Lage, ihren früheren Job auszuüben, erklärte die Frau. Doch der Führungsposten wurde ihr weiterhin verweigert. Deshalb wandte sie sich an die AK. Die klagte wegen Arbeitsvertragsverletzung und Diskriminierung nach dem Behinderteneinstellungsgesetz: Aufgrund einer Behinderung dürfe nämlich niemand diskriminiert werden, und die Degradierung stelle in diesem Fall eine Diskriminierung dar.

In einem Vergleich bekam Frau S. 14.000 Euro zugesprochen, das Arbeitsverhältnis wurde einvernehmlich aufgelöst. Die junge Frau hat bereits wieder einen neuen Job, in dem sie sich sehr wohl fühlt.

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