Greenpeace zu Bioförderung: Notlösung für 2014, keine mittelfristigen Ziele

Jetzt muss endlich die Weichenstellung für eine Verdopplung der Bio-Fläche bis 2020 erfolgen

Wien (OTS) - Greenpeace kritisiert anlässlich der heute von Landwirtschaftsminister Berlakovich angekündigten Bio-Förderung aus nationalen Mitteln für 2014, dass es weiterhin keine konkreten Ziele für den Ausbau der Bio-Landwirtschaft in Österreich gibt.

"Ein Ende des Bio-Einstiegsstopps war längst überfällig. Nach dem Bienen-Desaster von Bundesminister Berlakovich konnte er sich zumindest dazu durchringen, nach vier Jahren Bio-Einstiegsstopp nicht noch ein weiteres dranzuhängen. Die jetzige Lösung für 2014 hat aber einige Wermutstropfen: Weder wurde ein Einstieg in die Bio-Maßnahme im ÖPUL im Übergangsjahr 2014 ermöglicht, noch bekommen bestehende Bio-Betriebe für Flächenzuwächse Förderungen", so Dagmar Urban, Landwirtschaftspolitik-Expertin bei Greenpeace.

Der "Bio-Einstiegsstopp" der letzten Jahre bedeutet, dass seit 2010 keine Bio-Förderungen für Betriebe, die auf biologische Landwirtschaft umstellten, ausgezahlt wurden. Dies führte - im Gegensatz zu dem starken Bio-Anstieg in den vorherigen Jahren - zu einem massiv gebremsten Wachstum der biologisch bewirtschafteten Fläche, wie aus dem Grünen Bericht des Landwirtschaftsministeriums eindeutig hervorgeht. Einzelne Bundesländer wie Vorarlberg und Kärnten haben schon früher gehandelt und in den letzten Jahren aus ihren Länder-Budgets Förderungen für auf biologische Landwirtschaft umstellende Betriebe zur Verfügung gestellt.

"Nach der enttäuschenden Lösung für 2014 müssen jetzt die Weichen für ein ehrgeiziges und nachhaltiges Agrarumweltprogramm von 2015 bis 2020 gestellt werden. In der heutigen Bekanntgabe gibt es wieder nur unbestimmte Ankündigungen, konkrete Ziele fehlen. Es braucht jetzt endlich eine klare Zielvorgabe des Landwirtschaftsministers, dass die Bio-Flächen bis 2020 verdoppelt werden. Bio ist Bienenschutz und bringt einen großen Mehrwert für die Umwelt. Biologische Landwirtschaft erzeugt unsere Lebensmittel im Einklang mit der Natur und nicht gegen sie. Daher muss ein klarer Schwerpunkt auf die Förderung der biologischen Landwirtschaft gesetzt werden, mit dem konkreten Ziel eine Verdopplung der Bio-Fläche von 20 auf 40 Prozent bis 2020 zu erreichen", fordert Urban abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Dagmar Urban, Landwirtschaftspolitik-Expertin Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 612 67 21
Florian Schweitzer, Pressesprecher Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 612 67 18

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