SP-Peschek ad Mitterlehner: Betriebe nicht nur fördern, sondern auch fordern!

Wien (OTS/SPW-K) - "Der kostenlose Wiederantritt zur Lehrabschlussprüfung sowie die Unterstützung der Vorbereitungskurse sind absolut zu befürworten. Allerdings sollte man Ursache und Wirkung nicht miteinander verwechseln. Denn der hohe Anteil an Lehrabbrüchen bzw. negativen Lehrabschlussprüfungen hängt oftmals auch mit der mangelnden Qualität einiger Lehrbetriebe zusammen", so der SP-Lehrlingssprecher und Gemeinderat Christoph Peschek in einer Kurzreplik auf Aussagen von ÖVP.

Peschek fordert: "Umso mehr braucht es gesetzliche Qualitätsstandards wie beispielsweise eine regelmäßige Neubeantragung und Überprüfung der Lehrberechtigung, verpflichtende betriebliche Ausbildungspläne, eine moderne Ausstattung und eine Ausweitung der Berufsschulzeit. Ebenso sind regelmäßige und auch verpflichtende Weiterbildungsmaßnahmen der AusbildnerInnen oder externe Qualitätskontrollen absolut notwendig!"

"Die ÖVP ist herzlich dazu eingeladen, die Forderung nach gesetzlichen Qualitätsstandards zu unterstützen! Oder will sie jene Betriebe schützen, die Lehrlinge als billige Arbeitskräfte missbrauchen? Denn nur das Lehrlingscoaching durch die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammer reicht offensichtlich nicht. Wir setzen uns im Gegensatz zur ÖVP für eine qualitativ hochwertige Lehrausbildung ein. Meine Vision ist es, die Lehre so weiterzuentwickeln, dass mit einem positiven Lehrabschluss auch eine automatische Studienberechtigung erworben werden kann", stellt der Gemeinderat klar.

"Den Übernahmebonus sehe ich etwas kritisch. Denn die Lehrausbildung in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen ist deshalb notwendig, weil nur mehr 20 Prozent der Privatbetriebe in Österreich Lehrlinge ausbilden. Die Gefahr ist, dass Betriebe weniger Lehrlinge im 1. Lehrjahr ausbilden und dann geförderte Lehrlinge aus einer Lehrwerkstatt übernehmen. Daher werden wir diese Entwicklung besonders beobachten. Jedenfalls braucht es einen Ausbildungsfonds, damit wieder mehr Betriebe in der Privatwirtschaft der Jugend eine Chance geben", schloss Peschek.

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