Die Moderne in Wien: smart restauriert

Das Bundesdenkmalamt erstmals beim Wiener Forschungsfest

Wien (OTS) - Das Bundesdenkmalamt / Landeskonservatorat für Wien zeigt am Wiener Forschungsfest Anwendungsbeispiele für den Einsatz von High-Tech beim Erhalt des Kulturerbes in der Stadt Wien. Am 14. und 15. September bekommen die BesucherInnen des Wiener Forschungsfestes einen ganz unmittelbaren Eindruck von den Möglichkeiten der wissenschaftlich arbeitenden Denkmalpflege. Die jüngsten Untersuchungen des Beethovenfrieses von Gustav Klimt in der Secession werden ebenso präsentiert wie die erfolgreiche Revitalisierung der Architektur der Nachkriegszeit in Wien.

"Das Bundesdenkmalamt unterstützt die kulturell und ökologisch nachhaltige Pflege der Architektur der Moderne und lotet bei der Sicherung des künstlerischen Erbes der Moderne die Grenzen des technisch Machbaren aus. Neueste Untersuchungsmethoden und der Einsatz der jüngsten Erkenntnisse der Restaurierungswissenschaften helfen sowohl bei der Konservierung und Restaurierung der Meisterwerke der Kunst der Moderne als auch bei der Revitalisierung der das Stadtbild prägenden Architektur der Moderne in Wien. Das Zusammenspiel von Denkmalschutz und High-Tech sind unser Beitrag für eine lebendige und smarte Kulturstadt Wien", sagt Univ.-Doz. Dr. Friedrich Dahm, Landeskonservator für Wien.

Das Bundesdenkmalamt / Landeskonservatorat für Wien, das heuer erstmals am Wiener Forschungsfest teilnimmt, ermöglicht den BesucherInnen außergewöhnliche Einblicke in seine tägliche Arbeit. Vorgestellt werden die Revitalisierung des ehemaligen Hoffmann-La Roche-Gebäudes als Hotel Daniel, die technische Modernisierung und Wiedereröffnung des 21er Hauses, die Nachnutzung des Restaurants am Irissee im Donaupark als Korea-Kulturhaus und die jüngst abgeschlossene Generalsanierung der Opernpassage. Ein besonderes Highlight ist die Ausstellung der Kopie eines Teilstücks des Beethovenfrieses von Gustav Klimt aus der Secession.

Denkmalschutz mit Rasterelektronenmikroskop und High-Tech

Das Ziel der Denkmalpflege ist die lebendige Bewahrung des kulturellen Erbes der "Smart City" Wien. Bei der naturwissenschaftlichen Analyse des Erhaltungszustands der Denkmale werden die modernsten naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden eingesetzt. So kamen bei der Bewertung der Anstrichsysteme der Metallteile im 21er Haus Licht- und Rasterelektronen-Mikroskopie ebenso zum Einsatz wie Infrarotspektroskopie und mikrochemische Tests. Die Ergebnisse der Untersuchungen waren die Grundlage für die erfolgreiche Restaurierung dieses von Architekt Karl Schwanzer entworfenen Meilensteins der österreichischen Nachkriegsmoderne mit seiner bewegten Vorgeschichte als österreichischer Pavillon der Weltausstellung 1958 und seiner späteren Nutzung als 20er Haus.

Höchst spannend sind auch die laufenden restaurierungswissenschaftlichen Untersuchungen des Beethovenfrieses. Neben der Präsentation eines Films über die hochauflösende Digitalisierung der Wandmalerei präsentiert das Bundesdenkmalamt die Kopie eines Teilstücks des Beethovenfrieses. Diese diente dem wissenschaftlichen Nachvollziehen der von Gustav Klimt angewendeten Herstellungstechniken bei der Produktion des Frieses und erlaubt den BesucherInnen des Forschungsfestes einen einmaligen Blick hinter die Kulissen dieses Meisterwerks des Jugendstils.

Secession und 21er Haus auch am Tag des Denkmals dabei

Mit über 300 Programmpunkten, davon 39 in Wien, stellt der vom Bundesdenkmalamt organisierte Tag des Denkmals am Sonntag, den 29. September, Stein als Roh-, Bau- und Werkstoff in den Mittelpunkt. Am Denkmaltag in Wien ermöglichen Führungen auch einen Besuch des Wotruba-Depots im 21 Haus und einen Einblick in die Bau- und Rezeptionsgeschichte der Secession.

Das Bundesdenkmalamt erforscht, schützt, pflegt und vermittelt

Denkmale sind einmalige und unersetzbare materielle geschichtliche Zeugnisse, von der Urzeit bis zur Gegenwart. Das Bundesdenkmalamt ist die Fachinstanz, die im gesetzlichen Auftrag das Kulturerbe Österreichs behütet. Sein Ziel ist die Bewahrung des kulturellen Erbes als unersetzliches Kapital für die Zukunft. Die Verantwortung für die Erhaltung der Denkmale lässt sich nur in Zusammenarbeit mit Ländern, Gemeinden, Diözesen, EigentümerInnen und den vielen hoch spezialisierten Fachleuten wahrnehmen.

Image und Ansehen Österreichs werden erheblich vom großen Reichtum seiner Denkmale geprägt. Denkmalschutz und Denkmalpflege sind auch eine Verpflichtung gegenüber der kulturellen Vielfalt Europas und der Welt. Bewahrung und Instandhaltung der Denkmale bilden einen wesentlichen Faktor für die österreichische Volkswirtschaft. Bei den Bemühungen um Erhaltung und Nutzung der Denkmale versucht das Bundesdenkmalamt stets einen Konsens mit den DenkmaleigentümerInnen herzustellen.

Besuchen Sie den Stand des Landeskonservatorats für Wien
des Bundesdenkmalamts am Wiener Forschungsfest:

Wann: 14. September 2013: 11:00 - 18:00 Uhr
15. September 2013: 10:00 - 18:00 Uhr
Wo: Forschungszelt, Parkplatz neben der U4-Station Kettenbrückengasse Web: www.zit.co.at
Eintritt frei!

Besuchen Sie auch den Tag des Denkmals
am Sonntag, den 29. September 2013,
Motto < aus Stein? >
Die Programmpunkte finden Sie unter www.tagdesdenkmals.at

Rückfragen & Kontakt:

Bundesdenkmalamt,
Landeskonservatorat für Wien
Mag. Michael Rainer
Hofburg, Säulenstiege
Tel.: 01/53415-183
E-Mail: michael.rainer@bda.at Dr. Roman Tronner
TronnCom - Büro für Kommunikation
Tel.: +43 (0)699 164 13 195
E-Mail: office@tronncom.cc

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