• 05.09.2013, 13:14:48
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Rechte behinderter Menschen: UNO prüft Österreich

AKNÖ-Haneder: Situation am Arbeitsmarkt niederschmetternd

Utl.: AKNÖ-Haneder: Situation am Arbeitsmarkt niederschmetternd =

Wien (OTS/AKNÖ) - Menschen mit Behinderung sind in Österreich nicht
gleichberechtigt. Das stellt die UNO bei ihrer Staatenprüfung fest.
"Das gilt auch für den Arbeitsmarkt. Mehr als drei Viertel der
Unternehmen vermeiden es, Menschen mit Behinderung einzustellen,
indem sie maximal 355 Euro zahlen. Daher ist auch ein Drittel der
behinderten Menschen nicht erwerbstätig. Das muss sich ändern",
kritisiert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder.

2011 wurde der Kündigungsschutz für begünstige Behinderte gelockert.
Ein behinderter Arbeitnehmer kann seither bis zum 49. Monat seiner
Beschäftigung ohne Zustimmung des Bundessozialamtes gekündigt werden.
Aber diese Lockerung hat die Situation der behinderten Beschäftigten
nicht verbessert "Die Begründung dafür war, dass die Unternehmen sie
dann eher einstellen würden. Diese Rechnung ist nicht aufgegangen",
sagt Haneder.

Ein Drittel der begünstigt Behinderten ist ohne Arbeit

30 Prozent der begünstigt Behinderten hatten 2012 keine Arbeit,
Tendenz steigend. "Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die
Ausgleichstaxe zwischen 238 und 355 Euro im Monat ausmacht. Die
Unternehmen zahlen diesen Betrag lieber als eine behinderte
Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter einzustellen", sagt
AKNÖ-Sozialrechtsexpertin Dr. Ursula Janesch. Deshalb verlangt die
AKNÖ eine Erhöhung der Ausgleichstaxe. Präsident Haneder: "Menschen
mit Behinderung müssen endlich als das gesehen werden, was sie sind:
Als wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft!"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKN

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