FPÖ/CFP: Christenverfolgung im Nahen Osten endlich stoppen

Westliche, "christliche" Welt muss wirksam eingreifen

Wien (OTS/fpd) - Bezugnehmend auf die derzeit vorherrschenden kriegsähnlichen Zustände in Syrien wies der Präsident der Christlich-Freiheitlichen Plattform (CFP) Konstantin Dobrilovic auf die grausame Christenverfolgung im Nahen Osten hin. Aber auch in Europa, genauer in der südserbischen Provinz Kosovo und Metochien sind Christen Gefahren ausgesetzt. 150 Kirchen und Klöster, die über den UNESCO Welterbestatus verfügen, wurden in Brand gesetzt, zerstört und geplündert. Seitens der Politik in europäischen Ländern, aber auch in den USA finden diese Missstände viel zu wenig Beachtung. Das große Leid der Kopten sei kaum in Worte zu fassen, die Aggression radikaler Dschihadisten habe bereits das höchste Ausmaß an Grausamkeit erreicht. Für die FPÖ Grund genug, die Ungerechtigkeiten und Gräueltaten, die Christen im Nahen Osten erdulden müssen, aufzuzeigen und mittels Pressekonferenz mit Wiens FPÖ-Landtagspräsident Johann Herzog, Victor Elkharat (koptischer Journalist und Theologe) und MMag. Wolfram Schrems (Theologe und Philosoph) zum Thema zu machen.

Bereits seit vielen Jahren bringe die FPÖ in Wien diesbezügliche Anträge ein, insbesondere auch, um die Türkei aufzufordern den Genozid an den Armeniern anzuerkennen und aufzuarbeiten. Derartige Anträge zur Hilfe der Christen wurden allerdings stets von allen Parteien, demnach auch von der ÖVP, abgelehnt, kritisiert Wiens FPÖ-Landtagspräsident Johann Herzog die Ignoranz sowohl der Politik als auch der Medien, die sich mit diesem wichtigen Thema offensichtlich nicht ernsthaft befassen wollen.

Victor Elkharat ging auf die Christenverfolgung in Ägypten ein. Binnen 12 Stunden wurden 64 Angriffe auf Kirchen und christliche Einrichtungen verübt. Die koptische Kirche warf den Sicherheitsbehörden Untersagung des Schutzes vor. Denn sowohl die Kirchen als auch die Besitztümer der Kopten wurden in keinster Weise beschützt, weder von der Armee noch von der alarmierten Polizei oder der Feuerwehr. Immer wieder gibt es Todesopfer zu beklagen, darunter auch Kinder. Mehr als 100 Kirchen und Klöster, christliche Schulen und Einrichtungen sowie Geschäfte und Wohnhäuser von Christen wurden allein von 14.-16. August von Islamisten in Ägypten angegriffen, geplündert, zerstört und meist niedergebrannt. Urheber der antichristlichen Gewaltwelle sind die Moslembrüder des abgesetzten ägyptischen Staatspräsidenten Mohamed Mursi. Sie nützten die Zusammenstöße, die sie sich mit der Polizei lieferten, um mit brutaler Gewalt gegen die Christen des Landes vorzugehen. Bei den Unruhen kamen laut offiziellen Regierungsangaben mehr als 600 Menschen ums Leben, mehrere tausend wurden verletzt.

MMag. Wolfram Schrems beleuchtete vor allem die derzeitige Situation in Syrien, wo die doppeltverfolgten die Christen sind. Dort werden bewusst christliche Dörfer und Gemeinden angegriffen und Christen regelrecht gejagt, ohne dass sich jemand verantwortlich fühlt oder einschreitet. Er kritisierte außerdem die Ungleichbehandlung der Religionen und deren Symbole. Für eine Mohammed-Karikatur käme man zum Teil für mehrere Jahre hinter Gitter, während die Schändung des Kruzifixes und damit Verhöhnung christlicher Symbole einfach unwidersprochen geduldet wird. Schrems erwartet sich hier von der westlichen, "christlichen" Welt deutliche Worte, Taten und Maßnahmen.

"Man dürfe hier nicht weiterhin die Augen verschließen", sagt Herzog, der weitere Anträge zum Thema sowohl in Wien als auch im Parlament ankündigt, damit die Christen endlich wirksam Hilfe erhalten und in ihren Heimatländern angstfrei leben können. (Schluss) hn

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