Wickeln für einen bezahlten Papamonat!

Hundstorfer, Oxonitsch und Gremel setzen sich für einen bezahlten Papamonat ein - FOTOS auf Flickr

Wien (OTS/SPW) - Zeit mit den Kindern zu verbringen, ist schon lange nicht mehr alleine Frauensache. Immer mehr Väter wollen nach der Geburt bei ihren Kindern zuhause sein. Bundesminister Rudolf Hundstorfer, Stadtrat Christian Oxonitsch und SPÖ-Jugendkandidat Marcus Gremel setzen sich für einen bezahlten Papamonat ein. Dass Papasein auch in schwierigen Situation Spaß macht, beweisen die drei am Donnerstag beim gemeinsamen Wickeln mit einem Profi - Karenzpapa Georg Hufgard.****

"Der Papamonat im öffentlichen Dienst ist ein SPÖ-Erfolgsmodell. Dank Gabi Heinisch-Hosek. Zwischen Jänner 2011 und Juni 2013 haben 568 Bedienstete diese Möglichkeit genutzt. Jetzt wollen wir den bezahlten Papamonat für ganz Österreich. Auch Männer wollen eine bessere Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie und mehr Zeit mit ihren Kindern. Dieser Forderung tragen wir Rechnung. Die bisherige ÖVP-Blockade zu einer modernen Familienpolitik ist nicht verständlich. Innovation ist für die ÖVP leider nur ein Wahlkampfslogan. Wir werden uns stark für die Ausdehnung einsetzen, damit Kinder mit Mutter und Vater aufwachsen", sagt Bundesminister und Spitzenkandidat der Wiener SPÖ, Rudolf Hundstorfer.

Für SPÖ-Jugendkandidat Marcus Gremel ist ein bezahlter Papamonat für alle österreichischen Väter dringend und zeitgemäß. "Viele meiner Freunde sind gerade Papas geworden. Ihr Wunsch und der Wunsch vieler Papas meiner Generation ist es, von Anfang an beim Aufwachsen ihres Kindes aktiv dabei zu sein. Sie wollen eine stärkere Bindung, mehr Zeit für Ihre Kinder. Das kann ich verstehen und nur stark unterstützen. Ich kann mir gut vorstellen, das selbst in Anspruch zu nehmen, wenn ich selbst einmal Papa werde. Was gibt es Schöneres als sein eigenes Kind von Anfang an auf seinem Lebensweg zu begleiten. Ganz wichtig ist dabei auch die Bezahlung. Gerade Männer, die nicht viel verdienen, können sich das sonst nicht leisten. Daher brauchen wir den bezahlten Papamonat für alle Väter", so der 29-jährige Marcus Gremel.

Stadtrat Christian Oxonitsch ist schon ein Vollprofi beim Wickeln. "Kindererziehung ist für mich Elternarbeit und nicht Frauenarbeit. Mit dem bezahlten Papamonat stärken wir auch die Bindung zwischen Vater und Kind. Das kann der Türöffner zur Väterkarenz und damit zu ein bisschen mehr Gleichberechtigung sein."

Auch Georg Hufgard, ein Jungpapa, der den Papamonat im öffentlichen Dienst in Anspruch nehmen konnte, unterstreicht: "Der Papamonat war eine tolle Erfahrung. Diese Zeit mit meinem Sohn möchte ich gegen nichts eintauschen. Bezahlt wäre es natürlich noch besser gewesen." Abschließend sind sich die vier Männer einig: "Der bezahlte Papamonat ist eine treffsichere Förderung für Jungfamilien und ein weiterer Schritt hin zu einer modernen und partnerschaftlichen Kindererziehung!"

Vorbild für einen bezahlten Papamonat ist Schweden. Dort nutzen bereits 90 Prozent der Männer diese Möglichkeit. Auch in Frankreich ist es Vätern nach einer Geburt oder Adoption erlaubt, bis zu elf Papatage zu nehmen. Zusätzlich gibt es "Geburtsfreitage", sodass Papas insgesamt bis zu drei Wochen zu Hause bleiben dürfen. Es ist nun an der Zeit, dass auch Österreich nachzieht und sich vom veralteten Familienbild verabschiedet, wo Kindererziehung nur den Müttern vorbehalten ist.

Hinweis: Fotos von der heutigen Medienaktion finden Sie unter:
http://www.flickr.com/photos/junge-generation-wien/sets/7215763538505
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