Frauenministerin Heinisch-Hosek: Mädchen zur Technik ermutigen

Ministerin beim Lehrlingstag der Wiener Stadtwerke

Wien (OTS) - "Der Anteil der Mädchen, die klassische Frauenberufe wie Friseurin oder Verkäuferin wählen, ist immer noch sehr hoch, aber er nimmt jedes Jahr ein wenig ab. Immer mehr junge Frauen schauen sich genauer um, welche Berufe es überhaupt gibt und was sie interessieren könnte", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute beim Lehrlingstag der Wiener Stadtwerke.

Auf die Frage, warum es immer noch so wenige seien, die sich technische oder handwerkliche Berufe zutrauen, antwortete Heinisch-Hosek: "Oft wird das den Mädchen von Freundinnen, Eltern oder Großeltern einfach ausgeredet. Ich höre oft 'Das ist doch nichts für dich, das Technische interessiert dich doch gar nicht, oder: Da machst du dich nur schmutzig.' Wir müssen noch viel Aufklärungsarbeit leisten, die Mädchen ermutigen und nicht abschrecken."

In der Schule habe sich mit der Berufsorientierung in der 7. und 8. Schulstufe schon sehr vieles verbessert. "Man sollte aber noch viel früher ansetzen, wenn es noch weniger darum geht, welchen Beruf man wählt, sondern mehr darum, dass Interessen geweckt werden. So auch in der Volksschule und im Kindergarten, wo es viel zu oft eine klassische "Puppenecke" für die Mädchen und eine "Baustellen-Ecke" für die Buben gibt. Man kann nicht früh genug beginnen: Jeder und jede sollte sich für alles interessieren können", so Heinisch-Hosek.

Freilich seien auch die Arbeitgeber in die Verantwortung nehmen. Immer wieder stünden Mädchen vor dem Problem, dass sie gerne Automechanikerin werden wollten, aber keine Werkstatt sie nimmt. "Deswegen ist es so wichtig, dass es auch Leitbetriebe wie die Wiener Stadtwerke gibt. Hier sind es immerhin schon 20 Prozent der Mädchen, die in technischen Berufen ausgebildet werden. Es ist wichtig, dass es Vorbilder gibt, die das Interesse der Mädchen aktiv unterstützen und ihnen auch zeigen, dass sie nicht nur geduldet, sondern willkommen sind. Ohne Mädchen und junge Frauen wird es nicht gehen, das erkennen zunehmend auch viele andere Betriebe. Denn wenn wir gute Fachkräfte wollen, können wir nicht auf die Hälfte der Bevölkerung verzichten", schloss die Frauenministerin.

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