Innenministerium: Kein Verständnis für Polemik eines Vertreters des Roten Kreuzes

BMI teilt Einschätzung der Caritas-Auslandshilfe

Wien (OTS) - Angesichts der immer dramatischer werdenden Situation in und rund um Syrien hat sich Österreich dazu entschlossen, zusätzlich zu den laufenden Aufnahmen syrischer Flüchtlinge im Rahmen einer humanitären Aktion 500 syrische Flüchtlinge direkt aus dem Krisengebiet aufzunehmen. Österreich geht es dabei um rasche Hilfe für Menschen in größter Not. Österreich hat dabei erklärt, den Schwerpunkt auf besonders Schutzbedürftige zu legen. Dabei wurden auch Christen genannt.

Mit Befremden nimmt das Innenministerium dabei die Polemik eines Vertreters des Österreichischen Roten Kreuzes zur Kenntnis. Auch dem Vertreter des Roten Kreuzes müsste bekannt sein, dass Österreich von Beginn an betont hat, dass niemand auf Grund seiner Religion ausgeschlossen wird. Die polemische Frage des Vertreters des Roten Kreuzes "Leiden Christen mehr unter Giftgas?" ist daher völlig überzogen - und unterstellt dem Innenministerium andere Auswahlkriterien, als jene der Schutzbedürftigkeit.

Das Innenministerium lehnt diesen Zynismus in einer derart sensiblen Situation entschieden ab und teilt dabei die Einschätzung der Caritas-Auslandshilfe zur Lage der Christen im Krisengebiet:
"Grundsätzlich gilt die Hilfe immer jenen, die besonders in Not sind. Das ist wichtig, die müssen im Fokus sein. Für die Unterbringung von Flüchtlingen in Österreich muss man sagen, geht es um jene, die keine Perspektiven und keine Zukunftschancen haben und da gehören die Christen dazu natürlich, weil sie zwischen den Fronten sind. Also Christen sind schon eine speziell betroffene Gruppe. Wichtig ist, das nicht eng auszulegen, sondern gemeinsam mit dem UNHCR wirklich darauf zu schauen, welche Menschen brauchen diese Hilfe am notwendigsten und genau das für diese Menschen umzusetzen", erläuterte Christoph Schweifer, der Generalsekretär der Caritas-Auslandshilfe, in der ZiB 13 Uhr am 3. September.

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