FP-Gudenus zu syrischen Flüchtlingen: EU muss endlich ihre humanitäre Verantwortung wahrnehmen!

Rasche Hilfe für die Flüchtlinge durch menschenwürdige Asylwerberzentren an EU-Außengrenzen nötig

Wien (OTS/fpd) - Zwei Millionen Syrer sind bereits auf der Flucht, Tag für Tag kommen weitere tausende dazu. "Wenn jeder EU-Staat unkoordiniert einige hundert syrische Asylwerber, die sich in Sicherheit bringen wollen, aufnimmt, dann machen zwar wieder einmal dubiose Betreuungsvereine und Quartiergeber mit der Not von Menschen Millionen, aber es ist nicht besonders effizient und ein Tropfen auf den heißen Stein", erklärt Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretender Bundesparteiobmann Mag. Johann Gudenus. Seine Forderung: "Die EU muss endlich ihre humanitäre Verantwortung wahrnehmen und im großen Stil helfen, indem sie menschenwürdige Asylwerberzentren an ihren Außengrenzen errichtet!"

Diese Idee, die ursprünglich vom ehemaligen SPD-Innenminister Otto Schilly stammt, sei möglichst rasch umzusetzen. Gudenus: "Die Lage in Syrien wird immer dramatischer und die Zeit drängt. Solange dieser blutige Bürgerkrieg andauert, gilt es, mit den vorhandenen Mitteln möglichst vielen Flüchtlingen Schutz zu gewähren. Das ist mit menschenwürdig ausgestatteten Zentren nahe ihrer Heimat am besten möglich." Da niemand wisse, wie lange sich der Konflikt hinzieht, müssten diese Einrichtungen neben Wohnraum, guten Sanitäreinrichtungen und medizinischer Versorgung auch Bildungs- und Sportmöglichkeiten bieten. Die EU-Staaten hätten aber nicht nur die moralische Verpflichtung, in einem humanitären Kraftakt diese Zentren zu errichten, sondern auch die Finanzierung des notwendigen Personals sowie einer deutlichen Verstärkung des Grenzschutzes gemeinsam zu schultern, so Gudenus.

Der FPÖ-Klubobmann ist sich sicher, dass sich Asylwerberzentren nahe von Krisenherden international durchsetzen werden: "Die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen ist ineffizient und teuer und kann daher nur wenigen Menschen angeboten werden. Wenn es um größere Flüchtlingswellen geht, bei denen vor allem auch rasche Hilfe erforderlich ist, dann braucht man neue, innovative Konzepte wie dieses. Die Zentren sind genauso sicher, aber deutlich billiger als die individuelle Unterbringung. Zudem fallen für die helfenden Staaten unvorhersehbare Folgekosten wie etwa jene durch Kriminalität weg." (Schluss)

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