Mitterlehner zu WEF-Ranking: Standort stärken statt weiter belasten

Wirtschaftsminister: Standort-Ranking zeigt Erfolge und Handlungsbedarf - Unternehmen entlasten, Umsetzung neuer Ideen erleichtern - Steuerdebatte schadet Österreich

Wien (OTS/BMWFJ) - Nach dem Aufstieg um drei Plätze im Vorjahr hat Österreich im neuen Standort-Ranking des World-Economic-Forums seinen 16. Platz unter nunmehr 148 statt zuvor 144 Ländern verteidigt. Im Vergleich der Euro-Länder liegt Österreich auf Platz vier. "Das respektable Ergebnis in einem der renommiertesten Rankings bestätigt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts, darf aber kein Grund für tatenlose Selbstzufriedenheit sein. Der internationale Wettbewerb wird härter, daher müssen wir Schwachstellen wie eine zu hohe Steuerlast und die mangelnde Flexibilität in der Arbeitswelt dringend angehen, um Wachstum und Arbeitsplätze langfristig zu sichern", sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner zu den Ergebnissen des am Mittwoch veröffentlichten Global Competitiveness Report. Erfreulich ist, dass sich das Bruttoinlandsprodukt erneut besser entwickelt hat, als der Durchschnitt der vom WEF als "fortschrittlich" bezeichneten Volkswirtschaften. In der Klassifikation des Entwicklungsstatus bezeichnet das WEF Österreich als "innovationsgetrieben", und das Kompetenzenprofil des Wirtschaftsstandortes Österreich deckt sich komplett mit dem von innovationsgetriebenen Volkswirtschaften.

Besonders gut schneidet Österreich beim Ablauf der Produktions- und Geschäftsprozesse, der Qualität der unternehmerischen Tätigkeit, den Forschungsausgaben der Betriebe, den Patentanmeldungen, der Stromversorgung, der niedrigen Inflation und der Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ab. Zu den Schwächen zählen laut dem WEF-Ranking insbesondere die restriktiven arbeitsrechtlichen Regelungen und die hohe Steuerbelastung. Das Arbeitsrecht haben die 15.000 weltweit befragten Manager heuer deutlich schlechter bewertet als im Jahr davor. "Daher lehnen wir neue Steuern ab und setzen uns für flexiblere Arbeitszeiten ein, die Betrieben und Mitarbeitern Vorteile bringen und langfristig Arbeitsplätze sichern", betont Mitterlehner. "Wer hingegen andauernd neue Steuern fordert und aus ideologischen Gründen ein unternehmerfeindliches Klima erzeugt, schadet dem Standort Österreich. Denn damit werden die völlig falschen Signale an internationale Investoren ausgesendet. Wir haben schon jetzt eine zu hohe Steuer- und Abgabenquote, die gesenkt und eben nicht erhöht werden sollte", so Mitterlehner.

"Anstatt seine Umverteilungsfantasien zu pflegen, sollte sich daher auch der Regierungspartner darauf konzentrieren, wie wir unsere Leitbetriebe und KMU als Partner stärken und eine neue Gründerwelle auslösen", bekräftigt Mitterlehner. "Ebenfalls verbessern müssen wir die im internationalen Vergleich zu geringe Versorgung mit Risikokapital, was auch im aktuellen Ranking als Schwäche festgehalten ist. Die Umsetzung neuer Ideen muss erleichtert werden", so Mitterlehner. Eine zentrale Maßnahme dafür ist die insgesamt mit 110 Millionen Euro dotierte Jungunternehmeroffensive, die heuer mit Gründerfonds und Business-Angel-Fund erfolgreich gestartet ist. Fortgesetzt wird auch die Internationalisierungs-Offensive, die die Erschließung neuer Märkte mit neuen Produkten vorantreibt.

Der umfangreiche Bericht des World Economic Forums vergleicht mittlerweile 148 Länder nach einem gewichteten Index von 114 Indikatoren in 12 verschiedenen Kategorien. In die Bewertung fließt neben den zahlreichen statistischen Indikatoren auch eine Befragung von 15.000 nationalen und internationalen Managern ein.

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