Regner: Keine parallelen Bankgeschäfte mehr ohne Aufsicht

SPÖ-Europaabgeordnete fordert verstärkte Kontrolle über Schattenbanken

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner begrüßt die für heute angekündigten Vorschläge der EU-Kommission zu Geldmarktfonds und Schattenbanken. "Das sind weitere Schritte zu einer besseren Regulierung im Finanzbereich. Die Europäische Union muss aufgrund fehlender Regeln dafür sorgen, dass auch für Geldmarktfonds und Schattenbanken angemessene Aufsichtsregeln gelten", sagt Regner, stv. Vorsitzende des Rechtsausschusses des Europäischen Parlaments, am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Regner erläutert hinsichtlich der Schattenbanken, deren Volumen weltweit von 21 Milliarden Euro im Jahr 2002 auf mehr als 51 Milliarden Euro 2011 hochgeschnellt ist und somit noch größer als vor der Finanzkrise ist: "Tatsache ist, dass die Finanzgeschäfte vermehrt in die unregulierte Welt der Schattenbanken, wie Hedgefonds, Geldmarktfonds und Zweckgesellschaften, verschoben werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass unregulierte Institutionen als Ausweichmanöver für die Finanzbranche dienen. Der Vorschlag der EU-Kommission ist daher längst überfällig." Das Europäische Parlament werde sich nun rasch und gründlich mit diesem Thema beschäftigen. "Bisher nutzen Banken und Fonds sogenannte Schattenbanken als Strategie der Regulierungsvermeidung. Ich möchte mit meiner parlamentarischen Arbeit dafür sorgen, dass dies der Vergangenheit angehört", sagt Regner.

Die EU-Kommission will heute zudem Geldmarktfonds, sogenannte Money Market Funds (MFF), stärker regulieren. "Es ist daher notwendig, bei diesen neuartigen und immer bedeutsamer werdenden Finanzprodukten europäische Regeln zu schaffen. Die Politik muss hier Handlungsspielraum zurückgewinnen - im Sinne von Finanzmarktstabilität und mehr Gerechtigkeit", sagt die SPÖ-EU-Abgeordnete. (Schluss) bj/mp

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