"Weltjournal" und "WELTjournal +" am 4. September: "Syrien - Machterhalt um jeden Preis", "Russland - Putins Unrechtsjustiz"

Wien (OTS) - Das "Weltjournal" - präsentiert von Claudia Neuhauser -beleuchtet in der Reportage "Syrien - Machterhalt um jeden Preis" am Mittwoch, dem 4. September 2013, um 22.30 Uhr in ORF 2 Aufstieg und Zukunft des Assad-Regimes sowie Chancen und Risken einer möglichen Militäraktion des Westens. "WELTjournal +" berichtet um 23.00 Uhr über "Putins Unrechtsjustiz".

"Weltjournal: Syrien - Machterhalt um jeden Preis" um 22.30 Uhr

Während die Welt besorgt auf das bürgerkriegszerrüttete Syrien blickt, arbeitet das Regime von Staatschef Bashar al-Assad am Machterhalt um jeden Preis. Assad galt einst als Hoffnungsträger im allmächtigen Familienclan, der Syrien seit mehr als vier Jahrzehnten beherrscht, doch der "Damaszener Frühling" währte nur kurz. Ob Assad selbst für den Giftgas-Einsatz von vorletzter Woche verantwortlich ist oder ob Einheiten seines weitverzweigten Unterdrückungssystems dahinterstecken oder Extremistengruppen unter den Rebellen, wird sich nur schwer klären lassen. Externe Akteure wie die USA, Russland, China, der Iran, Israel, die Türkei, Katar und Saudi-Arabien, die alle eigene macht- und strategiepolitische Interessen in der Region verfolgen, treiben den Konflikt de facto voran.

"WELTjournal +: Russland - Putins Unrechtsjustiz" um 23.00 Uhr

Die russische Unterstützung von Syriens Präsident Assad ist nur einer der Faktoren, die das Misstrauen zwischen den USA und Russland weiter schüren. Jedenfalls will ein verärgerter US-Präsident Obama Russlands Präsidenten Putin beim G20-Gipfel in St. Petersburg Ende dieser Woche nicht zu einem Vieraugengespräch treffen. Auch wenn der Gipfel von Syrien dominiert werden wird, ist einer der Programmpunkte, die G20-Vorsitzender Putin im kommenden Jahr voranbringen soll, die Korruptionsbekämpfung.

In Russland selbst ist Korruption omnipräsent und vor diesem Hintergrund wirft das "WELTjournal +" einen Blick auf Putins Unrechtsjustiz, die auch als Machtinstrument eingesetzt wird, um kritische Bürgerinnen und Bürger gefügig zu machen. Besonders Unternehmer leiden in den vergangenen Jahren unter Korruption und Behördenwillkür. Rund 100.000 Geschäftsleute sitzen größtenteils zu Unrecht hinter Gittern, weil sie entweder nicht mit dem Staat kooperierten oder von Konkurrenten gemeinsam mit Behörden ausgebootet wurden.

Am 8. September finden in Moskau Bürgermeisterwahlen statt. Putin-Kritiker und Korruptionsbekämpfer Alexei Nawalny wurde nach Bekanntgabe seiner Kandidatur wegen angeblicher Unterschlagung zu fünf Jahren Lagerhaft verurteilt. Derzeit ist er auf Abruf frei und darf sogar zur Wahl antreten - bis sein Urteil rechtskräftig wird. Eine Unternehmerin bringt es im "WELTjournal +" auf den Punkt: "In Russland ist das Symbol für die Gerichtsbarkeit der USB-Stick des Staatsanwalts. Der wird dem Richter vor der Urteilsverkündung übergeben und er steckt ihn in seinen Computer. Dann verliest er das schon vorab verfasste Strafausmaß."

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