Outsourcen oder eigener Werkverkehr? Neue Studie zu Transport-Dienstleistungen präsentiert

Erhebung zu Fuhrparkeffizienz und -verwendung im Auftrag von WKÖ und WK Niederösterreich zeigt Status quo sowie Optimierungspotenzial für Unternehmen auf

Wien (OTS/PWK604) - "Wie organisieren Unternehmen ihre
Transporte?", "Was spricht für Werkverkehr, wann ist das Auslagern von Transporten vorteilhafter?" - Diese Fragen beleuchtet eine Studie zu "Fuhrparkeffizienz und -verwendung", die das Institut für Transportwirtschaft und Logistik der WU Wien unter der Leitung von Sebastian Kummer erstellt hat. Die Ergebnisse wurden heute, Dienstag, von WK NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ, und Professor Kummer, präsentiert.

Und dieses Bild zeigt die Untersuchung: Etwas weniger als die Hälfte (47,4 Prozent) der befragten Unternehmen gaben an, dass sie Transportleistungen überwiegend mit dem eigenen Fuhrpark bewerkstelligen. 52,6 Prozent der Unternehmen lagern ihre Transportleistungen großteils an spezialisierte Logistikdienstleister aus.

Unternehmen, die ihre Transportleistungen überwiegend mit eigenem Fuhrpark durchführen, gaben an, dass sie durchschnittlich 78 Prozent der anfallenden Transporte selbst ausführen (Stichwort: Werkverkehr). Die tatsächlich an externe Unternehmen ausgelagerten Transportleistungen betragen durchschnittlich 90 Prozent der Gesamttransporte. In der Industrie wird verstärkt auf Outsourcing gesetzt: Hier haben mehr als drei Viertel der Unternehmen (76,35 Prozent) ihre Transportleistungen ausgelagert. Gewerbe und Handwerk führen ihre Transporte in größerem Ausmaß selbst durch.

Die wichtigsten Motive für die Entscheidung, Transportleistungen an spezialisierte Logistikpartner auszulagern, sind die Kosteneinsparung, die Konzentration auf Kernkompetenzen, Zeitersparnis, Variabilisierung der Fixkosten und die höhere Planbarkeit und Transparenz der Kosten.

Die ausschlaggebendsten Gründe für die Unterhaltung eines eigenen Fuhrparks sind die Qualitätserhaltung der Leistungserstellung, die Zeitersparnis und die Unabhängigkeit von Partnern.

"Wer seine Kosten beim Transport optimiert, optimiert damit auch seine Wettbewerbsfähigkeit. Mit effizienter Transportlogistik liegt das Geld für unsere Betriebe im wahrsten Sinn des Wortes auf der Straße", betonte Präsidentin Zwazl. "Da Niederösterreich bekanntlich das größte Bundesland ist und unsere Betriebe daher naturgemäß die größten Verkehrswege zu bewältigen haben, ist eine effiziente Transportlogistik für unsere Betriebe noch wichtiger als anderswo."

"Outsourcing ist ein Mittel und Weg für Betriebe, im Bereich Verkehr im österreichischen, europäischen und globalen Kontext noch wettbewerbsfähiger zu sein und es auch zu bleiben", hielt Bundesspartenobmann Klacska unter der Devise "Verkehr made in Austria"
fest.

Ziel ist es, mit Outsourcing Potenziale zu heben, um die rot-weiß-rote Verkehrswirtschaft zu stärken und dadurch eine Win-sin-Situation für Unternehmen zu schaffen - nämlich eine bessere Auslastung in Bereich gewerblicher Verkehr zu erreichen sowie bei den anderen Unternehmungen aus den Bereichen Industrie, Gewerbe und Handwerk Kosten zu senken.

Das Thema Outsourcing könne insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen von Interesse sein, deshalb gelte es das Wissen von Unternehmerinnen und Unternehmern über die breite Angebotspalette zu verbessern, so Transportwirtschafts-Experte Kummer. Das Service- und Beratungsangebot der Wirtschaftskammer sowie die neue Studie sind ein Beitrag dazu.

Allerdings, so das Fazit der Experten: Patentrezepte in Sachen Transport gibt es nicht. Die Anforderungen der einzelnen Unternehmen sind unterschiedlich, jedes Unternehmen wird daher auch beim Transport den für ihn jeweils optimalen Weg finden und gestalten müssen. (JR)

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