Pirklhuber: Bäuerliche Arbeitsplätze erhalten - Klein- und Bergbauern fördern

Grüne präsentieren agrarpolitische Kernforderungen auf der Rieder Messe

Wien (OTS) - Auf der morgen startenden Rieder Messe, der Fachmesse für Landwirtschaft, präsentieren die Grünen Bäuerinnen und Bauern ihre agrarpolitischen Kernforderungen. "Dem Bauernsterben muss etwas entgegengesetzt werden. Wir wollen die Förderung der bäuerlichen Familienbetriebe und nicht von Agrarfabriken. Bäuerliche Arbeitsplätze müssen erhalten, geschaffen und gefördert werden. Gesellschaftlich anerkannte Umwelt-Leistungen der Landwirtschaft müssen abgegolten werden", erklärt Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.

Hierfür ist die sogenannte Umverteilungsprämie für die ersten 30 Hektar aus Sicht der Grünen ein Schlüsselelement. "Die EU-Mitgliedsstaaten könnten bis zu 30 Prozent der nationalen Fördergelder an Landwirte für die jeweils ersten 30 ha eines Betriebes umverteilen. Das würde für die bäuerlichen Familienbetriebe eine Erhöhung ihrer Prämien bedeuten. So würden die bäuerlichen Familienbetriebe und Arbeitsplätze aufgewertet", meint Pirklhuber.

Die neuen EU-Regelungen sehen vor, Bergbäuerinnen und Bergbauern besonders zu fördern. Berggebiete können in Zukunft bis zu 450 Euro je ha und Jahr gefördert werden und benachteiligte Gebiete bis zu 250 Euro. Bei entsprechender Begründung können die einzelbetrieblichen Zahlungen je Hektar im Berggebiet auch noch höher sein. "Wir fordern, dass in Österreich dieser Spielraum so genutzt wird, dass die Summe der Bergbauernförderungen in selber Höhe wie bisher ausgezahlt werden kann. Wir müssen die Klein- und Bergbauern fördern und nicht die Agrarkonzerne", so Pirklhuber.

Die Grünen setzen für Österreich auf eine Bio-Offensive. "Bis 2020 wollen wir den Anteil der heimischen Bio-Landwirtschaft verdoppeln. Das entspricht den Wünschen der Bäuerinnen und Bauern, wie eine Umfrage von Bio-Austria belegt, und dem Wunsch der KonsumentInnen nach pestizidfreien und garantiert gentechnikfreien Lebensmitteln. Dafür muss Minister Berlakovich allerdings endlich seine Bio-Blockade beenden und ausreichend Mittel für diese Maßnahme zur Verfügung stellen", sagt Pirklhuber.

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